Erdäpfel-Ernte fällt in diesem Jahr sehr knapp aus

Noch stehen einige Säcke Kartoffeln zum Verkauf bereit. Bereits gegen Mittag gab es nur noch wenige Restbestände für die Kundschaft.
 
Das Sortieren der Kartoffeln beobachten Jessica (li) und Sarah (2.v.l.) aufmerksam. Katrin Sonnenschein und Annett Meisgeier (re) hatten bereits in der gesamten Woche alle Hände voll zu tun, um die Knollen zu sortieren.
Eineborn: Kartoffelsortierplatz | Knapper als knapp wurden die Kartoffeln am Sonnabend in Ottendorf zum diesjährigen Kartoffelfest.
So musste bereits am Vormittag Agrargenossenschaftschef Dr. Bernd Nix die zahlreichen potentiellen Käufer abfragen, wer wie viel Säcke Kartoffeln mitnehmen wollte. Kurz darauf schloss er das Tor, so dass die Einfahrt zum Verkauf hinfällig war. Bis zu diesem Zeitpunkt entstand bereits etwas Unruhe, da die Mitarbeiter der Agrargenossenschaft einfach nicht mit sortieren ud absacken hinterher kamen.

Trotz des riesigen Andrangs blieb Bernd Nix gelassen. „Mit etwas Ruhe kann man die Gemüter besänftigen“. Dennoch hatte er alle Hände voll zu tun, um den Verkauf der letzten Knollen in die richtigen Bahnen zu lenken.

„Wir wurden im Laufe der Woche bereits nahezu restlos ausgekauft, das war einfach Wahnsinn. Da standen die Leute jeden Tag Schlange. Unser Team kam kaum mit dem sortieren hinterher“ berichtet Produktionschef Rainer Ille. Eigentlich wollte ich viel weniger Kartoffeln anbauen, habe mich kurzfristig zu einer deutlichen Erhöhung entschlossen.
Was sich als richtig erwies.
Aber die Witterung war zunächst zu feucht, später extrem trocken.
Das verkrafteten die meisten Sorten nicht so gut. Aus diesem Grund war es gut, dass wir hier verschiedene Sorten angebaut haben.
So kam die Quarta besser mit der extremen Witterung zurecht, während die Valissa deutlich schlechter wuchs. Dennoch reichen die Kartoffeln, trotz einer Erhöhung der Anbaufläche um rund ein drittel, vorn und hinten nicht. Wir haben Lieferverträge zu erfüllen, aber auch sehr viele Stammkunden, die hier ihre Einkellerungskartoffeln holen wollen“.

Ab Mittag bereits wurden die Kartoffeln rar. Sie gab es dann nur noch in Form von Kartoffelpuffer, Kartoffelsuppe oder Folienkartoffel. Dennoch blieb der Andrang bis zum späten Nachmittag ungebrochen. Für Montag wurde übrigens noch etwas Nachschub, ca 25 Tonnen Erdäpfel aus dem Erfurter Raum, erwartet.

"Seit 2005 machen wir jedes Jahr ein Kartoffelfest, da die Kunden mal nicht nur die Kartoffel abholen sollen, sondern auch in ländlicher Atmosphäre das Sortieren und Abpacken hautnah erleben sollen. Mit den entsprechenden Speisen rund um die Kartoffeln, aber auch weiteren landwirtschaftlichen Angeboten wie Korb- Holz- oder Wollartikeln und natürlich Pflanzen/Blumen haben wir inzwischen ein richtiges kleines Fest auf die Beine gestellt. Bereits im Frühjahr fragen die Kunden, wann wir wieder unser Kartoffelfest veranstalten“ verrät der erfahrende Landwirt Rainer Ille.

„Wenn dann die Kunden wieder kommen und einmal Danke sagen, ist das ein gutes Zeichen. Daher möchten wir als Agrargenossenschaft uns für das Vertrauen der Kunden bedanken, freuen uns, wenn die Endverbraucher die Achtung vor dem Produkt haben.

Mit Wildschein vom Spieß sowie einem gebackenes Wildschwein, beides von den Jägern zur Verfügung gestellt, rundete die Agrargenossenschaft das kulinarische Angebot ab. „Mit den Jägern arbeiten wir gut zusammen. Wir sind auf deren Unterstützung angewiesen, wie die auf unsere. Und das klappt bei uns recht gut“ so Ille.
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