Gutes für Umwelt tun ist cool

Lilly (8), Tara, Ben und Paul (7) aus der Klasse 2 zeigen stolz ein Ergebnis ihrer Umweltschule: eigene Biofrüchte, im und am Gewächshaus selbst gepflanzt, gepflegt und gegossen - selbstverständlich ausschließlich mit Regenwasser aus der Tonne.
Ronneburg: Grundschule | Grundschule Ronneburg wieder ausgezeichnete Umweltschule in Europa

Freudestrahlend kommen Erstklässler mit Händen voller Gurken und Tomaten ins Schulhaus. Bio – versteht sich, frisch geerntet im eigenen Gewächshaus im Schulgarten, gegossen mit Regenwasser aus den extra aufgestellten Tonnen. Wenn es um die Umwelt und ihre nachhaltige Gestaltung geht, da kann den Schülern, Lehrern und Erziehern der Ronneburger Grundschule keiner etwas vormachen. Seit 16 Jahren beteiligen sie sich erfolgreich an der Kampagne „Umweltschule in Europa - Internationale Agenda 21 Schule“ – federführend unter dem Engagement von Ines Kirchner und Ilona Pohle, die das Projekt mit immer neuen Ideen und Leben füllen, alle zum Mitmachen begeistern.
Und wie die Jahre zuvor – gehört die Schule auch im Schuljahr 2011/2012 zu den insgesamt 54 Ausgezeichneten. Dieses Mal überzeugte sie die Jury mit zwei Handlungsfeldern: „Klima und Mensch“ sowie „Generationen verbindendes Lernen“ – wobei die Themen auf Vorgängerprojekten aufbauen, sie weiterführen, ineinander übergreifen. Nachhaltigkeit steht im Vordergrund.
„Wir wollen sparsam mit Wasser, Energie und Rohstoffen umgehen“, sagt stolz der 7-jährige Paul von den Umweltdetektiven und erzählt über die neue Klimastation an der Schule und ihre Funktionsweise. „Wenn wir etwas für die Umwelt tun können, macht das Spaß“, ergänzt die achtjährige Lilly und beschreibt, wie die Schüler in der Nachbarschaft Altpapier sammeln – mit dem Holzhandwagen. Der Umwelt zuliebe.

Die Umweltdetektive haben ganz viele nützliche Tipps ausgearbeitet, die jeder umsetzen kann: Brotdosen statt Plastiktüten fürs Frühstück, Klassentüren schließen, damit keine Wärme verloren geht, nicht unnötig Licht brennen lassen, die Klospülung nur kurz drücken und beim Händeeinseifen den Wasserhahn schließen. Das Regenwasser der Tonnen wird für den Schulgarten verwendet, eigene Kräuter und Gemüse angebaut, geerntet und verarbeitet. Die Großeltern und Familien mit Gärtnererfahrung helfen dabei. Ein Teil wird verkauft – der Erlös kommt dem Ausbau des Spielplatzes zugute. Ein anderer Teil wird verschenkt – die Schule pflegt einen guten Kontakt zur „Villa Anders“ in der Nachbarschaft – und den geistig behinderten Menschen dort. Diese sind neben Eltern, Großeltern, Geschwistern und anderen Gästen am 10. Oktober ab 14 Uhr wieder herzlich zum Erntedankfest in die Aula eingeladen und dürfen alle Gaben, die den Erntetisch decken, als Geschenk mitnehmen.

„Umwelterziehung genießt bei uns einen hohen Stellenwert und gehört zum Leitbild der Schule", sagt Ines Kirchner, Lehrerin
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