Konstanze Wendel ist aktive Tierschützerin mit großem Herz für Galgos

Krankenschwester und Tierschützerin Konstanze Wendel aus Großenstein mit ihren spanischen Galgos Wanda und Coplin.
 
Krankenschwester und Tierschützerin Konstanze Wendel aus Großenstein mit ihren spanischen Galgos Wanda und Coplin - die auch schon mal aufs Sofa dürfen
Großenstein: wendel | Großenstein. Nichts scheint Coplin und Wanda aus der Ruhe zu bringen. Nicht einmal fremder Besuch. Erst als die Tüte mit den Hundesnacks knistert, ist zumindest der knapp 15 Jahre alte Rüde schnell zur Stelle.

Die beiden „Galgos“ leben bei Tierschützerin Konstanze Wendel in Großenstein. Die sanftmütigen spanischen Windhunde gehören zu den glücklichen Straßenhunden der iberischen Halbinsel, die dem Tod entrannen und nun ein Leben ohne Angst führen dürfen.
War es Zufall oder vielleicht doch Vorsehung, dass die hübsche Krankenschwester des SRH-Wald-Klinikums Gera 2004 beim Surfen im Internet auf den Verein „Far from Fear“ (Fernab der Angst) und über ihn auf das traurige Los der spanischen Straßenhunde aufmerksam wurde.

Dort sah sie auch ein Foto des geretteten Coplin, der in einer Pflegestelle in Berlin Unterschlupf gefunden hatte. Er eroberte ihr Herz im Sturm. „Ich habe ihn gesehen, besucht und adoptiert“, erzählt Konstanze Wendel. Nur kurz darauf stieß sie auf ein vergilbtes Foto aus den 30-er Jahren von der Schwester ihrer Oma, welches diese mit einem Windhund zeigt…

Über den Kontakt zum Verein kam sie zum Tierschutz. Er lud sie ein, in einem spanischen Tierheim auszuhelfen. Das tat sie und lernte zudem eine der Tötungsstationen kennen, in der jährlich abertausende „nutzlose Straßenköter“ vergast werden.
Ein qualvoller Tod. Was sie dort sah, erfuhr und erlebte, lässt sie nicht mehr los. Wanda war gerade neun Monate alt, als sie sie aus der Tötungsstation rettete und mit nach Hause nahm.
„Es ist unfassbar, wie grausam Menschen ihre Hunde misshandeln und auf üble Art entsorgen, nur weil sie vielleicht nicht das Rennen gewannen oder den Hasen fingen. Halb verhungert, fast zu Tode geprügelt, über den Asphalt geschliffen, stranguliert, angeschossen oder bei über 40 Grad Hitze irgendwo in der Pampa angebunden zum Sterben. Es bricht einem das Herz.“

Seit dem engagiert sich die Krankenschwester unermüdlich, um möglichst viele Galgos vor dem grausamen Schicksal zu bewahren. Bereits 14 Mal reiste sie in ihrem Urlaub nach Spanien, um dort unentgeltlich in ausgewählten Tierheimen in Madrid und Andalusien gepeinigte Hunde zu pflegen und aufzupäppeln, aus Tötungsstationen zu retten und an Pflegestellen oder Privatpersonen in Deutschland zu vermitteln.
Über 40 Galgos holte sie selbst beziehungsweise mit Hilfe von Flugpaten bereits hierher. Dafür wendet sie einen Teil ihres Einkommens auf, sammelt Spenden, wirbt im Freundes- und Bekanntenkreis für Hilfe.
Leider nur sehr langsam bewegt sich etwas in den Köpfen der Spanier, erfolgt ein Umdenken, die Hunde als Lebewesen zu respektieren.

„Ein Kampf gegen Windmühlen, den man nicht aufgeben darf. Ebenso wenig wie die Hoffnung“, weiß Konstanze und wünscht sich mehr Pflegestellen, Paten und die Einsicht, dass es nicht unbedingt immer ein Welpe sein muss.
„Gerade ältere Hunde sind einfach unendlich dankbar“, sagt sie mit liebevollem Blick auf Coplin.
Abschalten kann die Krankenschwester bei Wanda und Coplin, ihrem Kakadu und ihrer Katze. Ausgleich sucht sie sich aber auch in der Malerei oder beim Fertigen von Styroporplastiken.
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