Krötenzäune bei Wolfersdorf und im Leubengrund sollen die Amphibien vor dem sicheren Tod schützen

Auch Kinder halfen mit, um den Krötenschutzzaun zu errichten
Trockenborn-Wolfersdorf: L 1077 | Wolfersdorf. Am Sonnabend errichteten rund zwanzig freiwillige Helfer, darunter sechs Kinder, entlang der Landstraße (L 1077) zwischen Geisenhain und Wolfersdorf auf einer Gesamtlänge von rund 2,5 Kilometern einen Krötenschutzzaun.

„Das war höchste Zeit, dass wir damit anfangen, die Kröten wandern bereits seit Tagen. Auf den Straßen sind schon sehr viele überfahrene Kröten zu sehen“ berichtet Christiane Steinhart.
Sie ist als Schatzmeisterin im NABU tätig und leitete am Sonnabend die Arbeiten. „Gegen 8.00 Uhr haben wir hier angefangen, hoffen gegen 15.00 Uhr diesen, besonders gefährdeten, Abschnitt abgeschlossen zu haben“. Im Anschluss sollte noch im Kahlaer Leubengrund auf einer Länge von etwa 1,5 Kilometern der Zaun errichtet werden.

Von nun an muss der Zaun für drei Wochen täglich zwei mal auf der gesamten Länge kontrolliert werden, die Eimer - in denen sich die Kröten sammeln - entleert werden. Gleichzeitig werden die Arten erfasst und gezählt. „Das sind im Schnitt zwischen 6500 und 7000 Tiere, die in ihre Laichgründe wandern“ weiß Christiane Steinhart zu berichten.
Die Zäune stellt der NABU zur Verfügung, das Landratsamt des Saale-Holzlandkreises gibt ebenfalls eine Unterstützung für die Freiwilligen Helfer dazu. „Jedoch sind wir dabei auch auf Spenden angewiesen. Die Zäune sind nicht so billig, außerdem ist es schon ein gehöriger Aufwand, alles täglich zwei mal zu kontrollieren und zu entleeren “ wirft Rudi Hayer ein. „Seit rund acht Jahren führen wir diese Aktion durch. Dabei wird immer darauf geachtet, wo besonders viele Kröten unterwegs sind, gegebenen Falls auch an anderen Stellen ein Schutzzaun errichtet“ so Christiane Steinhart.

Was auf den ersten Blick wie ein leichtes Unterfangen aussieht, hat es dennoch in sich. Die Zäune müssen entlang der viel befahrenen Straße zunächst ausgerollt werden, anschließend so straff befestigt werden dass darunter keine Amphibie hindurch kann.
In recht kurzen Abständen werden Eimer in das Erdreich eingelassen, in denen sich die Tiere bei dem Versuch, die andere Straßenseite zu erreichen, sammeln. Jedoch genügt es eben nicht, nur die Eimer auf der „Teichseite“ Morgens und Abends zu entleeren. Entlang des Zaunes sind ständig weitere Tiere auf Wanderschaft.
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