Laasdorfer Einwohner pflanzen Linde als Ersatz für ihr Wahrzeichen, welches durch Sturm Niklas nach 300 Jahren verschwand

Die neue Linde steht, wird jetzt noch von drei Seiten gestützt. Am Sonnabend Nachmittag pflanzten die Laasdorfer eine neue Linde als Ersatz für die, am 30.März von Sturmtief Niklas gefällte, 300 Jahre alte Linde.
 
Nur ein hohler Stumpf blieb stehen, nachdem der Sturm Nikklas die 300 Jahre alte Linde in Laasdorf brach. Keine fünf Meter vom alten Standort entfernt, pflanzten die Laasdorfer am Sonnabend Nachmittag eine neue Winterlinde.
Dass Sturm Niklas am 30. März im Landkreis wütete, dabei in Laasdorf die rund 300 Jahre alte Linde zu Fall brachte, traf die Laasdorfer Einwohner schwer. So zumindest lautete das Fazit von Bürgermeister Jürgen Bösemann am Sonnabend Nachmittag. Dieser berichtete von zahlreichen Gesprächen mit Gesprächen mit Bürgern, die sich allesamt bestürzt über den Verlust zeigten und um einen Ersatz baten. Die "alte Dame" wie Jürgen Bösemann die Linde bezeichnete, verneigte sich vor Laasdorf, hinterließ glücklicher Weise bis auf eine gerissene Telefonleitung keinen größeren Schaden, resümiert der Bürgermeister.

Zum Maibaumsetzen wurde eine Spendenaktion zu Gunsten einer neuen Linde gestartet. Hier kam einiges Geld zusammen. Kurze Zeit später kam das in Laasdorf ansässige Unternehmen Jenconsult auf den Bürgermeister zu, bot eine Neupflanzung an. Natürlich nahm der Bürgermeister das Angebot gern an. Dass dies ein Geburtstagsgeschenk des seit 20 Jahren in Laasdorf ansässigen Unternehmens an die Gemeinde ist, verriet Bösemann noch vor dem Pflanzen der neuen Linde. Zugleich dankte er im Namen der Gemeinde Arno Schulz und Michael Bock für die stetige Unterstützung der Gemeinde durch deren Unternehmen, überreichte je eine Baumscheibe mit Erinnerungsemblem an die alte Linde.

Eine limitierte Ausgabe der Baumscheiben sollte übrigens für weitere Spendengelder sorgen und während des Nachmittages veräußert werden. Die Mitarbeiter von Jenconsult packten kräftig mit an, um die aus Norddeutschland geholte Winterlinde vom Hänger zu laden und in das vorbereitete Pflanzloch zu bugsieren. Eine Winterlinde sollte es schon sein, da nicht nur deren Vorgänger eine Winterlinde war. "Früher wurden Winterlinden als Dorflinden gepflanzt" berichtet Ullrich Rosenkranz vom gleichnamigen Landschaftsbauunternehmen. Er erzählt auch, dass in ganz Thüringen die Baumschulen keine großen Winterlinden im Petto haben, weshalb auch dieser Baum aus Norddeutschland geholt werden musste.

Gemeinsam mit einigen Kameraden der Laasdorfer Feuerwehr und den Mitarbeitern von Jenconsult verbrachte der Landschaftsbauer unter dem Beifall vieler Laasdorfer die neue Linde an ihren zukünftigen Standort - keine fünf Meter vom Standort der ehemaligen Dorflinde entfernt. Deren hohle Aussenhaut - oder besser der Stumpf, welcher noch stehen blieb - wird vorerst der Nachwelt erhalten bleiben.

Den Rahmen des Erntedankfestes nutzte die Gemeinde Laasdorf, um die neue Linde zu pflanzen. "Ich möchte allen Laasdorfern für die Hilfsbereitschaft danken. Zugleich möchte ich mitteilen, dass das gespendete Geld - was ja nun nicht für die Neupflanzung benötigt wird - für die Neugestaltung des Dorflatzes rund um die neue Linde eingesetzt wird. So muss unter anderem die alte Kegelbahn muss in die Kur, bekommt dann der Baum einen schönen Rahmen" dankt Bösemann den vielen Spendern. Bereits am Vormittag traten sieben Volleyballmannschaften aus Laasdorf und Umgebung an, um sich am hohen Netz zu betätigen. Der Regenguss nach dem Mittag sorgte für einen Turnierabbruch.
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