Lebensart in Beulbar: Film über Georg Zurawski

Orje- Georg Zurawski (li.) und Filmemacher Torsten Eckold genießen die Beulbarsche Herbstlandschaft.
Madame Pompadour trollte sich ganz freiwillig vom ihrem lauschigen Platz am Kachelofen, entfloh dem Trubel der Menschenmeute, die auf Einladung ihres "Herrchens" Georg (Orje) Zurawski in dessen Hause in Beulbar weilte. Die dreifarbige Katze spielt eine klitzekleine "Nebenrolle" im gerade entstehenden Filmporträt über den Hausherren. Das übernimmt der freie Filmemacher Torsten Eckold aus Jena. Wohlwollend gefördert vom Landratsamt unseres Kreises und von der Sparkasse Jena-Saale-Holzland-Kreis als regionaler Kulturförderer.

Kennen lernten sich Filmemacher Eckold und Lebens-Künstler Zurawski bei einem anderen Projekt, der Produktion der Hör-CD "Dr Heeme" in Mundart. Als dann im vergangenen Jahr die Idee geboren wurde, einen Film über den vielseitigen Sänger, Theaterspieler, Künstler und Lebenskünstler Orje zu machen, war er sofort Feuer und Flamme. Je länger er den Beulbarer während des Filmprojektes mit der Kamera begleitet, desto mehr fasziniert ihn dessen Lebensart und Einstellung. "Ihn in seinem Alltag zu erleben ist unglaublich spannend. Ein Stück weit hat das Flair dieses Ortes auch mich schon ergriffen. Wenn ich dort bin, gehe ich zunächst für zehn Minuten auf Orjes Terrasse und genieße einfach nur den herrlichen Ausblick in die Natur, die Ruhe", erzählt Torsten Eckold. Es ist ein magischer Ort, der die Leute anzieht. Ein Geheimtipp, der sich herumgesprochen hat.

Wenn Orje und der Verein "Am-Vieh-Theater" einladen, dann ist es immer etwas Besonderes. Anspruchsvolle Kultur für Jedermann, sein Credo. Überschaubar, ohne Kommerz. Dafür mit ganz viel Herz. Einfach nur urig, sehens- und hörenswert. "Ich bin gerne hier, es macht mir Spaß und füllt mich aus", so der Künstler, der sich Augenzwinkernd als "Auslaufmodell" bezeichnet. "Und wenn es die Menschen ebenfalls mit Freude erfüllt, dann ist alles richtig."

Der erste Dreh erfolgte im März unterm blühenden Kirschbaum und reicht über vier Jahreszeiten. Fehlt also noch der Winter. "Auch da lebt Beulbar", weiß Eckold, der den wandlungsfähigen Lebenskünstler auf unterschiedlichsten Stationen begleitet. Schwitzend zuhause beim Verrichten von Bauarbeiten, die nie enden…, mal relaxend auf der Bank, ausgelassen mit Freunden sowie bei Veranstaltungen in seinem Am-Vieh-Theater, dem Beulbarer Kunst- und Könnermarkt, beim Schau-Spiel mit dem Dampf- und Dorftheater zu Beulbar, beim Leseabend im Wohnhaus von Orje, mit Gunther Emmerlich öffentlich und ganz privat.

Im März ist Schluss. Dann wird geschnitten. 45 Minuten, welche die Lust am Leben und die Freude am künstlerischem Schaffen zeigen werden, einen Blick zurück und auf das heutige Leben Orjes.
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