Lernbedingungen verbessert - Neue Möbel für das Sozialpädagogische Jugendhilfezentrum

Blick in einen der beiden, mit modernen Schülerarbeitsplätzen ausgestatteten, Klassenräume im Sozialpädagogischen Jugendhilfezentrum in Wolfersdorf.
Bad Köstritz: Jugendhilfezentrum | Wer nicht wagt, nicht gewinnt. Das ist für Michael Frankenstein, Geschäftsführer des Wendepunkt e.V., während seiner langjährigen Tätigkeit längst zum Leitsatz geworden. Und als die Unterrichtsbedingungen für das Schulprojekt im Sozialpädagogischen Jugendhilfezentrum in Wolfersdorf, dessen Träger der Verein Wendepunkt ist, kaum mehr tragbar erschienen, suchte er Unterstützung bei der Axel- Springer-Stiftung und bat um Förderung für Schulmöbel.

In seine Begründung formulierte Michael Frankenstein die Tatsache, dass sich immer mehr Jugendämter für die Unterbringung von Jugendlichen in dieser Einrichtung entscheiden - nicht zuletzt deshalb, weil dort seit einigen Jahren in Kooperation mit der Diakonie Ostthüringen in Bad Köstritz ein Schulangebot mit einer Förder- und einer BvJKlasse (berufsvorbereitendes Jahr) angeboten wird.

Jugendliche, die bis zu zwei Jahren nicht mehr die Schule besucht haben, werden dort wieder in die Schule integriert und zu einem möglichst optimalen Abschluss geführt - dem Hauptschulabschluss bzw. dem qualifizierten Hauptschulabschluss. Darunter sind auch Migranten, die hier Deutsch lernen. Das geschieht bewusst in kleinen Klassen von sechs bis acht Schülern. Trotz der Zusammenfassung von die unterschiedlichen Alters- und Entwicklungsstufen seien die bisher erreichten Erfolge äußerst ermutigend. „Ursprünglich war es ein Projekt, dessen Perspektive nicht eindeutig abzusehen war. Deshalb begnügten wir uns mit alten Tafeln und Möbeln aus DDR-Zeiten, die bereits ziemlich beschädigt und ramponiert waren.
Dadurch wurden mittlerweile auch die Fußböden der Klassenräume arg in Mitleidenschaft gezogen.

Nachdem sich dieses Projekt nun so positiv entwickelte, hielten wir es für sinnvoll und notwendig, die Klassen optimaler einzurichten, damit die Aufmerksamkeit unserer ohnehin verhaltensauffälligen Jugendlichen mit Konzentrationsstörungen nicht zusätzlich belastet wird", so Michael Frankenstein. Dazu braucht es neue Tafeln, Tische und Stühle. Dabei sollten es Einzeltische sein, die so beschaffen sind, dass sie an die Größe unserer Schüler angepasst werden können, zumal die durchschnittliche Verweildauer der Jugendlichen bis zwei Jahre beträgt. Dazu sollten es ergonomische gestaltete Tische und Stühle sein, die die Konzentrationsfähigkeit unterstützen. Grundanforderungen für gesundes und produktives Lernen.

Das sahen wohl auch die „Axel Springer-Stifter" so und entschieden sehr wohlwollend. Gelder für 16 Stühle, 16 Tische sowie zwei Klappschiebetafeln wurden „gestiftet" - ein Gesamtwert von über 7.000 Euro. „Unsere angebotenen Eigenmittel in Höhe von 1.460 Euro, die wir hätten dafür aufbringen können, wurden uns sogar gelassen und die komplette Rechnung übernommen. Super. Herzlichen Dank."

Und nun - seit einigen Wochen - genießen die jungen Leute ihre beiden Klassenräume mit neuem Mobiliar. Hoffentlich als Motivation zum Durchhalten. Als Chance für die eigene Zukunft.

15.12.2010
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