Lippersdorfer Einwohner sorgen selbst für den Hochwasserschutz in der Gemeinde

Die tatkräftige Unterstütung der Stadtrodaer Feuerwehr nutzten die Lippesdorfer am Sonnabend, um nicht nur den Oelsnitzbach für das nächste Hochwasser zu wappnen, sondern auch, um die Gefahr auf die Stromleitung herabbrechender Äste zu minimieren.
 
Die tatkräftige Unterstütung der Stadtrodaer Feuerwehr nutzten die Lippesdorfer am Sonnabend, um nicht nur den Oelsnitzbach für das nächste Hochwasser zu wappnen, sondern auch, um die Gefahr auf die Stromleitung herabbrechender Äste zu minimieren.
Lippersdorf-Erdmannsdorf: Oelsnitzmühle | Mit einem groß angelegten Arbeitseinsatz sorgten am Sonnabend 16 Lippersdorfer Einwohner für den verbesserten Hochwasserschutz in ihrer Gemeinde.
„Die gesamten Arbeiten erfolgen mit Blick auf die neue Europäische Wasserrichtlinie“ schickt der Bürgermeister, Dr. Jochen Süß seinen Ausführungen voraus, ehe er die einzelnen anstehenden Arbeiten erläutert.

Einerseits muss das Bachbett des Oelsnitzbaches von Abflusshindernissen beräumt werden. Zumal wir im Bereich der vorderen Oelsnitzmühle die Besonderheit eines Sandsteingrabens aus dem Jahr 1840 haben. Dieser Graben ist zu drei viertel zugesetzt, hier droht bei dem nächsten Hochwasser eine Überflutung. Dieser hat natürlich Bestandsschutz und verdient große Beachtung.

Andererseits ist aber auch Gefahr in Verzug mit Blick auf zahlreiche Bäume, deren Äste die Leitung der Dorfbeleuchtung sowie die 20 KV-Leitung zu schädigen drohen. Aus diesem Grund konnten auch Kameraden der Stadtrodaer Feuerwehr mit der dortigen Drehleiter hinzu gezogen werden. Marco Müller und Frank Heinzmann sind so ab 9.30 Uhr, nachdem sie ihren unplanmäßigen Einsatz auf der Autobahn morgens um 6.00 Uhr bei einem schweren Verkehrsunfall, beendet haben, in der Lippersdorfer Flur im Einsatz.

„Das ist uns eine extrem große Hilfe, ohne die wir an dieser Stelle kaum weiter kommen würden! Oder nur, mit großen finanziellen Aufwand“ so Süß.
Somit wurde am Sonnabend unterhalb des Sandsteingrabens mittels Bagger das Bachbett wieder vertieft, das Totholz am Bachufer beseitigt. „Sobald in diesem Bereich die Arbeiten abgeschlossen sind, dürfte sich hier die Fließgeschwindigkeit erhöhen und der Sandsteingraben wird hoffentlich auf natürliche Weise wieder frei gespült – so prognostizieren es zumindest Experten“ berichtet der Bürgermeister, der selbst kräftig mit anpackt.

Nebenher lobt er die Einsatzbereitschaft einiger Einwohner. Mit einem Handzettel in jedem Briefkasten wurde zu dem Arbeitseinsatz aufgerufen, doch es sind immer wieder die selben Helfer, die mit anpacken.

Dabei sind wir als Gemeinde für die Gewässerpflege zuständig. Da unser Haushalt jedoch nicht den Einsatz eines Unternehmens zulässt, müssen wir diese Arbeiten auf freiwillige Leistung umschlagen. „Die Gemeinschaft muss mit anpacken, sonst geht alles den Bach hinunter“.

Auch für die Bewohner der Oelsnitzmühle sowie für Anlieger Eckhard Pröter ist der gemeinsame Einsatz wichtig. „Alleine hätte ich an dieser Stelle nicht viel Zustande gebracht“, erklärt Pröter, während er beseitigtes Holz zerkleinert, für seine Ofenheizung vorbereitet. „Da wird die, vom Bürgermeister für 2014 geplante, Holzschreddermaßnahme kaum noch nötig sein. In den nächsten Tagen ist alles verarbeitet, vom Agrargenossenschaftsgelände beseitigt“.

Weiterhin stellte Bürgermeister Dr. Jochen Süß am Sonnabend zusätzlich sechs freiwillige Helfer an diesem Vormittag ab, um die Wärmedämmung im Feuerwehrhaus deutlich zu verbessern. „Die dortigen Heizkosten können wir nicht mehr zahlen, daher holen wir aus dem leer stehenden Schulgebäude die Dämmplatten und setzen diese in das Feuerwehrhaus ein.

Seit 2008 führen die Lippersdorfer regelmäßig zwei Mal im Jahr derartige Arbeitseinsätze (Totholzbeseitigung) durch, meist im November und Februar. Ursprünglich war ein Einsatz an der Roda geplant, doch seitens der Anwohner lag die Bitte eines Arbeitseinsatzes am Oelsnitzbach vor, daher wurde dieser Bereich vorgezogen.
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