Mit Herz und Seele - Porträt des jungen Malers Roman Ekkel aus Hermsdorf

Der junge Künstler Roman Ekkel in seinem Hermsdorfer Atelier
 
Roman Ekkel
Ekkel-Design – nur ein kleines Schild am Briefkasten weist auf das Atelier von Roman Ekkel hin. „Das muss ich noch ändern“, sagt der junge Künstler und lädt ein, hereinzukommen.
Nur wenige kennen sein Domizil in der Hermsdorfer Industriestraße, in der heutigen Zeit läuft Kommunikation eben anders – über das weltweite Web. Und in der Kunst natürlich über Ausstellungen. Gerade zeigt die Galerie „Freiraum“ im Geraer Elsterforum Werke des Malers mit dem Titel „In Suche“, parallel zeigt das Jenzighaus in Jena Porträts von Roman Ekkel und in Kürze gibt es seine Bilder im Jentower zu sehen.
Roman Ekkel war 16 Jahre alt, als er mit seinen Eltern aus Kasachstan nach Deutschland umzog. Seinen Vater, Wolgadeutscher, zog es zurück zu seinen Wurzeln. Für den Sohn war das eine schwierige Zeit. Er musste seine Freunde zurücklassen und in ein fremdes Land ziehen, dessen Sprache er nicht sprach, dessen Menschen und Kultur er nicht kannte. Von der quirligen Großstadt Karaganda mit 700 000 Einwohnern über drei kurze Stationen in die Kleinstadt Hermsdorf. Das war vor zwölf Jahren. Nach einem Deutschkurs meldet er sich beim Arbeitsamt. Er wolle Maler werden. Das Amt ließ ihn eine Ausbildung zum Maler und Lackierer machen.
Ein kleines Missverständnis, aber immerhin ein abgeschlossener Beruf. Inzwischen dem eigentlichen Traumjob als Kunstmaler gefolgt, hat er sich längst arrangiert mit dem „Ländlichen“, das durchaus auch Vorzüge für sein kreatives Schaffen hat.
Er lernte neue Freunde und seine Frau Oxana kennen. Sie beendet gerade ihr BWL-Studium in Jena und hilft ihm buchhalterisch in seiner beruflichen Eigenständigkeit. Auf die Frage, ob man heute von der Kunst leben kann, wiegt er den Kopf. Mal mehr, mal weniger gut. Aber irgendwie geht es immer, wenn man bescheiden bleibt. Seine Bilder hängen in privaten Wohnzimmern oder Büros weltweit.
Ein maritimes Landschaftsfoto orderte per Brief ein Kanadier, der als Gast in Gera weilte und die erste Ausstellung des jungen Malers dort besuchte. Andere verschickt der heute 28-Jährige in Deutschland, nach Russland, Österreich, in die USA oder die Schweiz.
Schon als Kind bewunderte er die Bilder seines Onkels, die ihn inspirierten, selber zum Pinsel zu greifen. Heute füllen dutzende Leinwände verschiedener Formate die Regale in seinem Atelier – zu sehen auf seiner Internetseite. Auch Auftragsarbeiten nach individuellen Wünschen übernimmt er.
Seine Themen und Techniken sind wie seine Emotionen. Abstraktes wechselt mit szenischen Landschaften und Porträts. Mal überschwänglich in satten, leuchtenden Farben voller Energie, mal sanft in gedämpften Tönen. Gemalt in Acryl – mit den Fingern, dem Pinsel, Spachtel oder einfach mit abgerissenen Pappstückchen. „Manchmal habe ich Bild lange im Kopf, ein anderes Mal kommen die Ideen ganz plötzlich und sofort auf die Leinwand“, so Roman Ekkel. Inspiriert durch alltägliche Lebenssituationen, Tagträume…
Wer eine Auswahl seiner Werke gern sehen möchte, kann das im Elster Forum Gera noch bis August oder schaut einfach ins Internet: www.ekkel-design.com

„Ich liebe, was ich mache, deswegen mache ich es qualitativ, professionell und mit Herz und Seele.“
Zitat Roman Ekkel
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