Pianohaus Hutzelmann Eisenberg: Bester Klavierbauergeselle und vorbildlicher Ausbildungsbetrieb

Thomas Hanf (li.) erläutert Wolfgang Jacob, Vizepräsident der Handwerkskammer für Ostthüringen und Ausbildungsberater Michael Haase die Arbeitsschritte bei der Restauration eines alten Klaviers.
Eisenberg: pianohaus hutzelmann | Für Wolfgang Jacob, Vizepräsident der Handwerkskammer für Ostthüringen und Ausbildungsberater Michael Haase war der Besuch im Pianohaus Hutzelmann in Eisenberg ein ausgesprochen erfreulicher Anlass, denn sie kamen zum Gratulieren. Inhaber und Klavierbauer Thomas Hanf erhielt aus ihren Händen die Ehrenurkunde für hervorragende Leistungen als Ausbildungsbetrieb im Rahmen des Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks.
Ein verdiente Auszeichnung, die sich bei allen bisher unter seine Fittiche genommenen Lehrlingen widerspiegelt. Die sind als seltene Fachkräfte gefragt auf dem Markt.
Einer von ihnen ist Julius Kubisch. Der heute 24-jährige schloss im letzten Jahr seine dreieinhalbjährige Lehre mit Bravour ab, qualifizierte sich dank seiner hervorragenden Gesellenprüfung als Thüringer Landessieger und damit für den Bundeswettbewerb, wo er wiederum als Bester in seinem Ausbildungsberuf des Klavier- und Cembalobauers abschnitt.
Gerne hätte Thomas Hanf den fähigen Gesellen selbst in seinem traditionsreichen Familienbetrieb übernommen, den er in dritter Generation führt – bereits im Hinblick auf eine künftige Nachfolge.

„Das 100. Firmenjubiläum im Jahr 2019 wird natürlich noch ein Höhepunkt, bis dahin sollte die Nachfolge allerdings geklärt sein. Ich habe zwar zwei Söhne, aber als Physiker bzw. Chemiker gehen sie andere berufliche Wege“, so der Klavierbauer. Doch auch Julius schlägt – zu seinem Bedauern – seine Laufbahn als Klavierbauer in seinem Heimatort Meiningen ein, wo er neben der Festanstellung gleich noch das Angebot annahm, das Geschäft als Nachfolger zu übernehmen.
Ursprünglich sollte auch in diesem Jahr wieder ein neuer Lehrling seine Ausbildung bei Thomas Hanf und seinem Mitarbeiterteam im Eisenberger Pianohaus beginnen. Doch leider fand sich bisher kein geeigneter Bewerber mit ausreichend Motivation für diesen doch „exotischen“ Beruf und seinen entsprechenden Anforderungen.
„Es ist nicht einfach, jemanden zu finden, der eine dreieinhalb Jahre lange Ausbildungszeit akzeptiert. Und der zudem technisches und musisches Verständnis, handwerkliches Geschick mitbringt sowie auch körperliche Belastung nicht scheut – denn hin und wieder müssen Klaviere auch transportiert werden“, so der Firmeninhaber, der gleichzeitig Innungsobermeister ist. „Was wir bieten können ist eine solide, qualitativ hohe Ausbildung mit guten Zukunftschancen – wer möchte mit Geschäftsübernahme in naher Zukunft.“

In den letzten Jahrzehnten hat sich das Arbeitsfeld gewandelt. Aufträge für den Neubau von Klavieren oder Flügeln gibt es im Prinzip nicht mehr. Daher spezialisiert man sich auf das Restaurieren alter und wertvoller Stücke, auf Reparaturen, das Klavierstimmen, auf optische Spezialwünsche der Kunden sowie die Absicherung von Konzerten, bei denen ein Klavier oder Flügel zum Einsatz kommt. Bei letzteren sorgt das Eisenberger Pianohaus bereits viele Jahre für den guten Ton dieser Instrumente auf den Bühnen der Kulturarena in Jena, im Spiegelzelt in Weimar, beim Folkfest in Rudolstadt und anderswo.
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