Weihertalmühle soll nach Hochwasserverwüstung am 22.Juni wieder eröffnen

Mitpächter Tobias Bieritz zeigt an der Aussenfassade der Weihertalmühle, wie hoch das Wasser am 31.Mai stand.
 
Noch immer kann Tobias Bieritz die Schäden vor der Weihertalmühle nicht fassen. Diese großen, schweren Eichenstämme lagerten ehemals oberhalb der Weihertalmühle, wurden von den Wassermassen einfach weg gespült.
Quirla: Gaststätte Weihertalmühle | Ein defekter Kran verhinderte am Freitag Abend (7.6.), dass die rund eintausend Sandsäcke, welche die Weihertalmühle vor noch größeren Schäden bei dem Hochwasser vor gut einer Woche bewahrten, inzwischen wieder abtransportiert werden konnten.
Mit einer Feuerwehrübung am Freitag Abend sorgten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr von Quirla und Dorna am Sonnabend dafür, dass an der Weihertalmühle zumindest die Sandsäcke wieder abholbreit auf Paletten liegen.

Wie Quirlas Bürgermeister Wolfgang Simon informierte, ging es der Gemeinde darum, so schnell wie möglich den Gaststättenbetrieb wieder zu ermöglichen.

Dazu gehört einerseits die Zufahrt und am Vorplatz, welche bereits vor einer Woche weitestgehend durch die Firma Titzmann gemeinsam mit der Feuerwehr von Quirla und Dorna hergestellt wurde. Hier waren noch Restarbeiten nötig. Andererseits aber mussten die Sandsäcke wieder weg. „Das konnten wir weder Eigentümer noch Pächtern überlassen. Die sind schon genug geschädigt“ so Frank Schneider. Er war am Freitag mit der Feuerwehr vor Ort, wollte die zahlreichen Paletten mit Sandsäcken abtransportieren, wobei ihn der Kran seines LKW im Stich lies.
Am Sonnabend Vormittag konnte auch ein Monteur das Abtransportieren nicht ermöglichen.

Mit Rund zwanzig Einsatzkräften bauten die Kameraden den Wall aus Sandsäcken zügig wieder ab. „Diese Sandsäcke verhinderten noch größere Schäden in der Weihertalmühle, aber auch im weiteren Bachlauf, konkret in Stadtroda“ ist sich Wolfgang Simon sicher. Die Fließgeschwindigkeit des Wassers wurde damit deutlich reduziert.
Dennoch traten extreme Schäden am Weg direkt vor der Weihertalmühle, aber auch am Weg aus Richtung Möckern auf.

Hierfür haben weder Bürgermeister Wolfgang Simon noch Tobias Bieritz, Mitpächter der Weihertalmühle, eine Lösung parat. An dieser Stelle seien auch das, das Land Thüringen, das Landratsamt und die Stadt Stadtroda gefordert. Ebenso wie beim Thema Patschmühle und Hochwasserschutz. Dort ist dringend ein Puffer nötig, so dass zumindest etwas mehr Vorwarnzeit geschaffen wird. „Gleiches gilt für sämtliche Weiherzuläufe. Hier besteht Handlungsbedarf schon im beginnenden Bachlauf, nicht erst vor einer gefährdeten Stelle“ zieht Wolfgang Simon Bilanz und spricht dabei das Thema Altes Bad in Stadtroda an.

Zwar stark beeindruckt von den Schäden vor und in der Weihertalmühle, jedoch fest entschlossen steht Pächter Tobias Bieritz vor dem Gebäude, während er das Hochwasser Revue passieren lässt. „Wir lassen uns von dem Hochwasser nicht entmutigen. Unser Plan ist es, dass wir am 22.Juni – an diesem Tag sollte ursprünglich ein Sommerfest statt finden – wieder eröffnen“ blickt Tobias Bieritz voraus.

Er äußert sich sehr lobend über die Hilfe, welche von allen Seiten her schnell erfolgte.
Die Feuerwehr und das Fuhrunternehmen wirkten am Freitag und Sonnabend unermüdlich, während in den Folgetagen viele Helfer, zB. aus Möckern, zum Saubermachen da waren und mit anpackten.
Wir bekamen richtig viel Hilfe aus der Umgebung angeboten. Das war toll, hat uns einfach nur gerührt“.

Ein riesengroßes Problem führt Tobias Bieritz jedoch auf: „Unser Reservierungsbuch ist davon geschwommen. Während viele weitere wichtige Unterlagen gesichert werden konnten, ist dieses Buch leider weg. Daher bitten wir darum, dass alle, die für eine Feier oder gar Übernachtung reserviert haben, sich dieses noch einmal bei uns rückbestätigen lassen“.

Längerfristig ist auch das anbringen von Halterungen für schnell installierbare Spundwände angedacht, was zumindest Schäden am Haus im Fall einer Wiederholung eines ähnlichen Hochwassers verhindern soll.
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