Bonsaigarten des Stadtrodaer Sven Kattein lockte viele Besucher an

Diese Kastanie gehört zu den selteneren Bonsaipflanzen. Am Sonntag war der Garten von Sven Kattein der Eingangsgarten für den Tag der offen Gärten im Saale-Holzland-Kreis.
Stadtroda: Zeitzgrundblick 1 | „Bonsai ist nicht eine Züchtung sondern beruht letztlich nur auf der entsprechenden Haltung“.
So lautet die Kernaussage von Sven Kattein, der am Sonntag im Rahmen des Tag der offenen Gärten seinen Garten der Öffentlichkeit zugänglich machte. Bei ihm sind viele der Pflanzen etwas kleiner als üblich, was diesen Garten zu etwas ganz Besonderen macht.

Zwischen 70 und 80 Bonsaipflanzen hegt und pflegt Sven Kattein in seinem Garten, neben einigen Kartoffel, Erdbeeren und Zwiebeln. „Ich möchte nicht den perfekt gestylten Garten. Wenn in einer Ecke mal eine Brennnessel wächst, dann wird diese nicht gleich entfernt. Auch der Rasen muss nicht Millimetergenau geschnitten sein“.

Seit 2004 öffnet er jedes Jahr einmal seinen Garten – sehr zur Freude der Besucher, wie unter anderem Emily und Bernd Höfer aus Jena berichten. Beide sind kamen nunmehr schon zum vierten Mal nach Stadtroda, um sich insbesondere die, auf „Mini“ gezüchteten Pflanzen an zu sehen.

Hauptsächlich einheimische Pflanzenarten, wie Eiche, Buche oder Kiefer züchtet der ambitionierte Pflanzenfreund in seinem Garten. Doch auch Kastanie oder Wilder Wein – beides Pflanzen, die nicht so häufig gezüchtet werden – präsentiert er stolz. Seit er 15 oder 16 Jahre alt ist, begeistert er sich für Bonsai. Und das auch nur, weil im Garten seiner Eltern eine Wildkaninchenplage mehrere junge Bäume derart abfraß, dass Bonsais daraus wurden.

Nun, als Eigenheimbesitzer denkt er weiter: „Ich möchte nicht als Rentner eine Firma holen müssen, die die zu hohen Bäume in meinem Garten einkürzen muss. Da sorge ich halt gleich dafür, dass die Bäume klein bleiben“.

Allgemeine, wie auch spezielle Fragen zur Bonsaipflege beantwortete Sven Kattein den überaus interessierten Besuchern am gestrigen Sonntag.

Auch Werkzeuge, wie Zangen, Scheren oder gar ausrangierte Zahnarztutensilien sowie diverse Drähte zum stützen und formen der Bäume lagen zur Anschauung parat.

Extra aus Milda kamen Sigrun und Detlef Seiler nach Stadtroda, um sich die Minipflanzen an zu sehen. Bereits in Jena und Weimar besuchten sie in diesem Jahr diverse Gärten. An diesem Wochenende sollten möglichst viele Gärten im Saale-Holzlandkreis angesehen, neue Inspirationen für die eigene Grünanlage gesucht werden. „Das ist einfach toll, dass ein Gartenbesitzer seinen Garten für die Öffentlichkeit zugänglich macht“ zeigte sich Simone Wende aus Kapellendorf sehr begeistert.
Zwanzig Gärten im Kreis waren am Sonntag geöffnet, wobei jede Grünanlage ihr eigenes Flair verströmte.
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