Ein Mann, ein Stapler…

Lutz Hilbert transportiert täglich Getränkepaletten auf seinem Gabelstapler. Beim StaplerCup 2012 wurde er Thüringens bester Staplerfahrer und schaffte es unter die 64 Besten aus ganz Deutschland.
Korbußen: Getränkevertrieb Pfeifer | Lutz Hilbert ist bester Thüringer Staplerfahrer und mischte bei den Deutschen Meisterschaften mit

Korbußen/Caaschwitz. „Ich bin überrumpelt worden“, erzählt schmunzelnd Lutz Hilbert, Techniker und Gabelstaplerfahrer vom Eurotrink Getränkevertrieb Pfeifer über seine Teilnahme beim StaplerCup 2012. Seit Jahren nun schon „stichele“ sein Kollege Maik Böttner, TÜV-Fachmann für Gabelstapler, er solle doch mal mitmachen bei den Deutschen Meisterschaften der Staplerfahrer. „Und diesmal hat er mich einfach angemeldet.“

Wenn nicht er, wer sonst? Seit 21 Jahren im Betrieb gehört Staplerfahren für den gelernten Agrotechniker zum täglichen Brot. Er kennt die Fahrzeuge in- und auswendig, repariert sie und jongliert Tag für Tag Paletten mit leeren bzw. vollen Getränkekästen, rein, raus, hoch, runter. Der perfekte Kandidat. Bei der Qualifikation der einzelnen Bundesländer trat er für Thüringen in Blankenhain an. Am Start rund 30 Teilnehmer.
„Das war völliges Neuland für mich, also hab ich die anderen vorgelassen und mich schön hinten angestellt – da konnte ich erstmal schauen…“ Die Parcours waren ganz schön anspruchsvoll und mit verschiedenen Staplertypen zu meistern. Kisten stapeln, Slalom fahren, rückwärts, vorwärts, durch Tore, Gymnastikbälle übereinander stapeln… Auf Zeit. Und zum Schluss noch ein Schuss Theorie. Für alles gab’s Punkte. Gegen Ende wähnte er sich so auf dem 5. oder 6. Platz. Falsch gerechnet – er wurde Sieger.

Auf nach Aschaffenburg zur Deutschen Meisterschaft – samt seiner Frau Peggy und den Töchtern Carolin (13) und Aimée (5). Die drei waren stolz auf Papa und wollten ihn natürlich wieder oben auf dem Treppchen sehen.
Dort traf der 43-jährige Caaschwitzer auf die 63 besten deutschen Staplerfahrer. „Das war ein echtes Erlebnis, allein die Kulisse des Domplatzes, tausende Zuschauer und eine Wahnsinnsstimmung. „Diesmal musste ich in meiner Gruppe und Startnummer 6 als erster mit ran. Ganz ehrlich – wenn dann noch Fernsehkameras auf dich gerichtet sind – bekommst du schon weiche Knie…“, erinnert er sich. Gleich die erste Prüfung „der heiße Draht“ auf neuester Staplertechnik verlangte jede Menge Geschick und Fingerspitzengefühl - und lief leider nicht rund. Die anderen Parcours hingegen richtig gut. Letztlich reichte es nicht fürs Weiterkommen. Doch alleine schon unter die 64 Besten zu gehören von insgesamt 2000 Staplerfahrern, die bei den bundesweiten Qualifikationen teilnahmen – eine Top-Leistung.

„Meine Kinder haben sich mehr geärgert als ich. Ich habe nur gesagt: ‚Man muss auch verlieren können, das gehört zum Leben’. Dabei sein ist wichtig. Es hat Spaß gemacht und war zudem ein erlebnisreicher Familienausflug“, so sein Resümee. „Und wenn’s passt, bin ich das nächste Mal wieder dabei.“

„Ich denke, für diesen Wettkampf braucht man 60 Prozent Können und 40 Prozent Glück“
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1 Kommentar
13.091
Eberhard :Dürselen aus Weimar | 13.10.2012 | 14:45  
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