Natur - Makulatur

Ackerwitwenblume
... oder wie sollte man dazu sagen, wenn von blühenden Feldrändern geschwärmt wird, die eigentlich keine sind?
Kornblume und Klatschmohn leuchten mit ihren krassen Farben den Autofahrer oder gar den Wanderer entgegen, ach wie schön doch die Feldränder und Raine geworden sind. Man könnte sogar zu der Erkenntnis gelangen, und es wird auch behauptet, das nach der Wende alles besser für solche Standorte gekommen ist.

Das ist ein Irrtum! Feldränder sind längst zu 20 - 50 cm Streifen geschrumpft, Insekten und Pflanzen haben längst ihren Lebensraum verloren. Die hohen Blumen wie Mohn und Kornblumen schlängeln sich noch so durch, Mohn keimt recht schnell und hat demnach Chancen, zu blühen.
Werden als Ausgleichsmaßnahmen Hecken und Randbäume gepflanzt, werden diese in kürzester Zeit so eingepflügt, das sie keine Chance haben.

Das Unkrautvernichtungsmittel wurde nicht verboten, die Chemielobby hat gesiegt.

Also Feldränder gab es vor der Wende reichlicher, die Artenvielfalt größer, auch Pflanzen wie die Schwarznessel und Haferwurz und Quendel hatten ein Chance. Große Heckenbestände waren Lebensraum für den Neuntöter, der zumindest hier an meinem Wohnort mit der Rodung der Hecken ebenfalls "gerodet" wurde.
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