Ein Tag ohne Strom bei den Holzlandwichteln in Tautenhain

Laternen bringen Licht und mal per Hand abwaschen und abtrockenen, ist für die Knirpse auch nicht schlimm....
Zum Glück – wenigstens die Klingel funktionierte… Sonst hätte ich diesen Bericht ja gar nicht machen können, weil mich niemand gehört und eingelassen hätte…

Ein Tag ohne Strom – das war nämlich die Devise im Tautenhainer Kindergarten „Holzlandwichtel“ im Rahmen eines längerfristigen Projektes. Trotz ausgeschalteter Heizung schlug mir ein wohliges Klima entgegen. Auf den Treppenstufen verteilte Laternen leuchteten mir mit ihrem warmen Kerzenlicht den Weg nach oben. Zu Angelika Meyer, Kindergärtnerin und Projektleiterin, die mit ihrer entfachten Leidenschaft zum Thema auch die Knirpse angesteckt hat.
Apropos Thema: Energie und Umwelt neu erleben – darum geht es. Für sich und ihren Kindergarten entdeckt auf der Leuchtpol-Weiterbildung im Rittergut Nickelsdorf. Und total begeistert.
Spontan setzte sie die Ideen kindgerecht um, dachte sich die unterschiedlichsten Tagesthemen und Spiele aus. Nur ganz kurz stellte sie sich die Frage, ob diese Thematik wohl bei den Kleinen ankommt…Doch schon am ersten Tag zerstreuten sich diese Bedenken, denn die Kinder waren „Feuer und Flamme“. Wie eigentlich immer, wenn es Neues zu entdecken und auszuprobieren gibt. Und die Erzieherinnen staunten nicht schlecht, was die Mädchen und Jungen bereits alles wussten, wie interessiert sie waren und wie schnell sie lernten.
Ein Tag ohne Strom – da wurde Licht mit Teelichtern gemacht, mit Taschenlampen geleuchtet. Die „Küchenminna“ hatte Pause, das Geschirr wurde in der Schüssel per Hand abgewaschen und abgetrocknet. Alle wurden zu Stromdetektiven und suchten im gesamten Kindergarten alle Stromquellen und alle Geräte, die Strom verbrauchen.

An anderen Tagen wurde ein „menschlicher Stromkreis“ gebaut, außerdem eine echte Zitronenbatterie, die sogar ein LED-Lämpchen zum Leuchten brachte, sie experimentierten mit ihren Körpern und erfuhren dabei, dass sie selbst Wärme erzeugen können… Gossen Kerzen und bastelten eine Wärmespirale und erkannten, das Wärme nach oben steigt, sie gingen mit Hausmeister Roth in den Heizungsraum, wo er erläuterte, wie die Heizung funktioniert.
Sie erfuhren spielerisch, was Strom ist, wie Energie erzeugt wird, waren begeistert über alternative Energien wie Windräder, Solar und Wasserkraft. Hörten, wie man Energie sparen kann und welche Geräte Paare bilden- wie zum Beispiel der Staubsauger und der Besen, die Abwaschschüssel und der Geschirrspülautomat, bastelten Collagen zum Thema „Dinge, die Strom verbrauchen“. Eine Uroma aus dem Ort lud die Kinder nach Hause ein und erzählte, wie früher gelebt und gearbeitet wurde. Die Wäsche noch mit der Rumpel gewaschen, der Herd noch mit Holz geheizt, die Wäsche mit der Rolle „gebügelt“ wurde und vieles mehr…

„Unser Ziel ist es, die Kinder für dieses Thema zu sensibilisieren, ihr Denken und Handeln in Richtung Umwelt und Energiesparen zu lenken, ganz bewusst schon in diesem jungen Alter. Dank geht an die Leuchtpol-Initiatoren für ihre Unterstützung mit Baukästen und Co.“, so Angelika Meyer.
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