Geraer Achtklässler der Dix-Schule an Pilotprojekt zum Brandschutz beteiligt

Brandoberinspektor Maik Latzke von der Geraer Feuerwehr demonstriert den Schülern einen Schwelbrand mit starker Rauchentwicklung. Jeden Moment wird der Rauchmelder losgehen.
Was tun, wenn’s brennt? Diese Frage können die Achtklässler der Otto-Dix-Schule in Gera ganz locker beantworten. Sie gehören zu insgesamt 800 Schülern bundesweit, die sich als „Versuchskaninchen“ – wie es BBK-Präsident Christoph Unger ausdrückte - an einem Pilotprojekt zur Selbsthilfe im Brandschutz beteiligten. Initiator ist der Deutsche Feuerwehrverband, der dabei eng mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) zusammen arbeitet. Ausbilder vor Ort war Brandoberinspektor Maik Latzke von der Geraer Feuerwehr. Die Schüler lernten in vier Unterrichtsstunden praktisch, wie sie sich und anderen im Brandfall helfen können, erhielten Tipps zur Vorbeugung und übten den richtigen Umgang mit einem Feuerlöscher. Sie erfuhren, wie ein Feuermelder funktioniert, wie ein Schwelbrand entsteht, wie heimtückisch Rauchgas wirkt oder wie unterschiedliche Materialien auf Feuer reagieren. „Es war spannend und hat Spaß gemacht. Einiges habe ich ja schon gewusst, aber nun doch noch viel dazugelernt. Beispielsweise wie man einen Ölbrand richtig bekämpft, wie er in jeder Küche vorkommen kann. Das wäre uns zu Hause beinahe selbst passiert. Zum Glück ging noch mal alles gut. Meinen Eltern habe ich jetzt geraten, ein Feuerlöschspray anzuschaffen. Feuermelder haben wir schon“, erzählt Schüler Jonas Köller.
Für die Initiatoren, die diese Testphase begleiteten, ist es wichtig zu wissen, wie das Projekt bei den Schülern ankommt und mit welchem Erfolg. Der steht nach der Auswertung der Tests und ihrem persönlichen Besuch an der Otto-Dix-Schule außer Frage.
„Angesichts der alarmierenden Zahlen von Brandopfern jährlich erachte ich es als enorm wichtig, bereits in den Schulen eine qualifizierte Brandschutzerziehung anzubieten. Sie ermöglicht den Schülern in verschiedenen Gefahrensituationen im Alltag mit ihrem angeeigneten Wissen sicher zu handeln, zu helfen und größere Schäden zu verhindern“, so DFV-Vizepräsident Ludwig Geiger abschließend.
Das lange vorbereitete Projekt ist bei den Schülern gut angekommen. Mit diesem positiven Ergebnis hoffen die Initiatoren, dass sich Schulen bundesweit der Thematik öffnen und die Ausbildung in dieser Form fortgeführt werden kann. Ziel sei es nun, die finanziellen Grundlagen zu schaffen.

Zahlen die für sich sprechen (deutschlandweit/im Jahr):
- ca. 200 000 gemeldete Brände
- ca. 500 Brandtote - beinahe jedes 3. Opfer ist ein Kind
- 6000 Schwerverletzte durch Brände
- 60 000 Leichtverletzte
- über 90 Prozent aller Brandtoten starben an einer Rauchvergiftung.
- 70 Prozent der Brandopfer werden nachts im Schlaf überrascht
- Vier Fünftel der Brände entstehen in Privathaushalten
- Nur 7 Prozent aller Haushalte sind mit Rauchmeldern ausgestattet
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