Klares Ja für Campus Rutheneum

Schulelternsprecher des Goethe-Gymnasiums/Rutheneum, Andreas Schulze
 
Hier soll der Campus für das Goethegymnasium errichtet werden. Dazu zählen in unmittelbarer Nachbarschaft des Schulgebäudes am Johannisplatz die Sanierung und der Umbau des ehemaligen reußischen Regierungsgebäudes und die Errichtung eines Funktionalneubaus.
Gera. Schulförderverein, Elternvertreter, Schülervertreter, Schulleitung und Personalrat des Goethe-Gymnasiums/Rutheneum seit 1608 wollen endlich wissen, wie es weitergeht mit den Plänen für einen Campus Rutheneum in der Geraer Innenstadt. In einem offenen Brief anlässlich des „15. Jahrestages“ ihres Engagements für den „Campus Rutheneum“ hatten sie sich mit der Frage an Oberbürgermeisterin Dr. Hahn gerichtet, wie sich die Verantwortungsträger der Stadt die bauliche Zukunft und damit die weitere Existenz des Gymnasiums vorstellen. Man könne sich nicht vorstellen, dass eine Schule mit 405-jähriger Geschichte und einem hervorragenden Ruf weit über die Landesgrenzen hinaus in Frage gestellt werde. Was aber so wäre, wenn der Campus nicht in absehbarer Zeit gebaut würde.
Sie erinnerten daran, dass der erste Einwohnerantrag Thüringens den Stadtrat 2009 zu einem klaren Bekenntnis für den Campus gezwungen hat, dass eine beispiellose Spendenaktion des Schulfördervereins den Eigenanteil der Stadt an der Finanzierung eines Architekturwettbewerbes sicherte und Brandschutz- und Dachsicherungsmaßnahmen am Standort Nicolaiberg nicht durchgeführt wurden, obwohl sie für Dezember 2012 fest geplant waren.

Der Brief erreichte die Oberbürgermeisterin just zu dem Zeitpunkt, als sie wegen der Finanzierung dieses wichtigen Schulbauvorhabens im Thüringer Bauministerium vorsprach. Ihre darauf folgende Einladung zu einer öffentlichen Gesprächsrunde sollte viele Fragen beantworten.
Gleich zu Beginn sprach sich Dr. Viola Hahn ganz klar für den Campus aus. Und dazu, dass per Stichtag 11. November 2014 die Finanzierung stehen soll, stehen muss. Dafür werde sie bei der Landesregierung weiterhin alle Hebel in Bewegung.

Natürlich brannte eine Frage besonders unter den Nägeln: Woher bekommt die Stadt Gera bei ihrer prekären Haushaltlage das Geld dafür? Die einzige Möglichkeit bestünde darin, für einzelne Bausteine der Gesamtinvestition unterschiedliche Finanzierungsquellen anzuzapfen – aus dem EU-Topf ebenso wie aus Bundes- und Landesmitteln, aus zinslosen Darlehen, aber für den Eigenanteil der Stadt auch über Kredite. Bei letzterem richtet sie ihre Hoffnung auf das einstimmige Ja der Stadträte. Nicht alle Anwesenden sind optimistisch, dass das klappt. Und wenn nicht?
„Es muss klappen“, betont die Oberbürgermeisterin. Denn ansonsten wird der Beschluss des Stadtrates von 2009 zur Errichtung des Schulcampus unwirksam.
Auf den unhaltbaren Zustand des Gymnasiumsgebäudes auf dem Nicolaiberg angesprochen, bestätigte Baudezernent Ramon Miller, dass die angespannte Haushaltlage für den Verzug sorgte, aber noch im Herbst 2013 sollen die Arbeiten in Sachen Brandschutz und Dachsanierung stattfinden.

Schulelternsprecher Andreas Schulze sagt als kurzes Statement auf die Frage, was er aus der Infoveranstaltung mitgenommen habe: „Positiv sehe ich, dass die Oberbürgermeisterin ihr klares Bekenntnis für den Campus abgegeben hat, auf unserer Seite steht. Sie hat keinen Zweifel daran gelassen, den Weg mit uns zu gehen. Skeptischer hingegen bin ich, ob auch alle Stadträte geschlossen hinter der Sache stehen. Klar ist, dass der momentane Zustand des Gymnasiumsstandortes Nicolaiberg katastrophal ist und es dort so nicht weitergehen kann, wenn die Schule auch künftig diese hohe Qualität der Ausbildung liefern soll. Zum Glück hat die Schule hat einen hervorragenden Ruf. Daher denke ich, sie wird auch in Zukunft Bestand haben – ob 2016 als Campus Rutheneum, da bin doch noch skeptisch“.
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1 Kommentar
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Mike Picolin aus Gera | 19.09.2013 | 17:41  
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