Leuchtpool und KlimBim

Alternative Energien nutzen - im Rittergut Nickeldorf wird das schon mal getestet. (Foto: Foto: Kilian)
Leuchtpol, KlimBiM - schon mal gehört?

Und Schlöben? - Auf jeden Fall. Die Gemeinde zwischen Stadtroda und Jena ist auf dem Weg zum Bioenergiedorf, und die Unterstützung dieses Vorhabens ist Leitprojekt der Bioenergieregion Jena-Saale-Holzland. Das Team der Bioenergieregion hat nach anderthalbjährigem Wirken jetzt ein Halbzeit-Fazit bei der Veranstaltung "Regionale Akteure" in Nickelsdorf gezogen.
"Leuchtpol" ist dabei ein weiterer Baustein. Es gilt als größtes deutsches Weiterbildungsprojekt im Elementarbereich, und das Nickelsdorfer Team hat es in den Saale-Holzland-Kreis geholt. "Leuchtpol" führt berufsbegleitende Fortbildungen für Kita-Erzieherinnen durch, die Kindern den Zugang zu den Themen Umwelt und Energie eröffnen. Außerdem gibt's spezielle Materialkisten für die Kindergärten. In Thüringen finden die Kurse bisher ausschließlich im Rittergut Nickelsdorf statt, wo auch das Büro der Bioenergieregion sitzt.

KlimBiM schließlich steht für "Klimaschutz und Bildung zum Mitmachen" und ist ein Bildungsnetzwerk mit außerschulischen und unterrichtsbegleitenden Lernangeboten u.a. zu den Themen Klimawandel und -schutz, erneuerbare Energien und nachwachsende Rohstoffe, Erdsystem- und Klimaforschung für Schüler. In diesem Jahr überregional bekannt geworden ist das Jugendforschungscamp, das im Sommer erstmals in Nickelsdorf stattfand. Schüler von 11 bis 15 Jahren haben hier Solaranlagen und Windräder gebaut, die Batterien von Elektrorollern aufgeladen, eine Strömungsfähre über die Elster bei Crossen zusammengesetzt und ausprobiert und einiges mehr - und sich so ganz praktisch den Themen erneuerbare Energien, Klima- und Umweltschutz genähert. Das berichtete Ronny Kilian vom Team der Bioenergieregion, der das Jugendschutzcamp mit geleitet und direkt mit den Schülern gearbeitet hat.

Ein weiteres Projekt der Bioenergieregion ist der Schülerwettbewerb IDEE (Innovatives Denken für Erneuerbare Energien), deren Sieger jetzt ebenfalls in der Veranstaltung in Nickelsdorf geehrt wurden.

Weitere Projekte stellte Thomas Winkelmann, technisch-fachlicher Projektbetreuer im Bioenergieregion-Team, in Nickelsdorf vor. Stichwort Privatwald. Der soll künftig viel stärker für eine nachhaltige Holznutzung aktiviert werden.
Dazu wird die Bildung einer Holzvermarktungsgemeinschaft vorgeschlagen und der Aufbau regionaler Biomassehöfe. Stichwort Biogasanlage Königshofen - sie könnte effizienter werden, wenn Wärmeüberschuss in potentiellen Wärmesenken wie Sportlerheim, Feuerwehrhaus, Gemeindeverwaltung, Kindergarten oder Schule genutzt würde. Dafür wäre eine Betreibergesellschaft aus Agrargenossenschaft und Gemeinde sinnvoll. Ascheverwertung aus Biomasseheizkraftwerken, Reaktivierung von Deponieflächen für den Anbau von Energiepflanzen oder den Aufbau von Photovoltaikanlagen oder CO2-Separation aus dem Rauchgas des Bioheizwerks Schkölen für den Einsatz im Gewächshaus - das sind weitere Projekte, an denen das Team der Bioenergieregion dran ist.

"Der SHK muss sich zu Energiepolitik und Klimaschutz positionieren", nannte Winkelmann die Vision der Akteure.
R. Kilian
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige