Mit tausend Fragen „gelöchert"

Wunschzettel gibt‘s tatsächlich auch im Frühling: Kevin, Nick und Toni aus der 3 a der Ostschule haben da so ihre ganz konkreten Vorstellungen. Sie wünschen sich eine „krasse“ Skateboard-Bahn und „Bablade“ für alle - mit Arena.
Eisenberg: Rathaus | Aktion „Kinder in die Rathäuser“ trägt zum Verstehen von Demokratie bei

EISENBERG. Wer, wie, was? Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt bleibt dumm! Diesen weisen Reim aus der Sesamstraße schrieben sich auch die Schüler der dritten Klassen der Eisenberger Grundschule auf die Fahnen
und machten sich - viele Fragenim Gepäck - auf den Weg ins Rathaus, um Bürgermeister Ingo Lippert mal so richtig zu „löchern“. Gemeinsam mit Lehrern und Detlef Poller vom Jugendzentrum Wasserturm,
das im Bündnis für Vielfalt
engagiert ist.
„Wie wird man Bürgermeister? Was bedeutet Arbeit im Stadtrat? Kann jeder Stadtrat werden? Wie viele Bürgermeister gab es schon in Eisenberg? Wie viel verdient ein Bürgermeister? Welche Aufgaben muss er erfüllen? Wie alt ist das Rathaus? Wie viele Menschen arbeiten hier? Wer darf Entscheidungen treffen? Warum gibt es kein Kino mehr? Wieso wird keine Umgehungsstraße gebaut? Warum sind die Bänke auf dem neuen Scheithof- Spielplatz so unbequem? Warum dauert der „Kreisel“ an der Jenaer Straße so lange?
Wann öffnet das Freibad? Und, und, und...

Geduldig beantwortet Ingo Lippert die Fragen. Auch viele ganz persönliche... Dann durften die Mädchen und Jungen jeder einen Wunschzettel schreiben, was sie sich für ihre Stadt wünschen würden. Die banden sie an Luftballons und ließen sie vor dem Rathaus gen Himmel steigen. Ob „der da oben“ oder wer auch immer sie irgendwann erfüllen wird - wer weiß. Vielleicht! Die Aktion „Kinder in die Rathäuser“ ist Bestandteil des Kinder- und Jugendaktionstages, der dieses Jahr in der Holzlandstadt Hermsdorf stattfindet. Ins Leben gerufen wurde der „KUJA“ durch die Mitarbeiter der Kinder- und Jugendarbeit des gesamten Landkreises, sowie Vereinen und freien Trägen, die sich im „Bündnis für Vielfalt des SHK“ zusammengeschlossen haben.

Ziel ist es, den Saale-Holzland-Kreis als weltoffene Region zu präsentieren, in der demokratische Grundwerte, Toleranz und kulturelle Vielfalt zu
Hause sind. Und hier steht die Vermittlung von Demokratie im Mittelpunkt. „Natürlich ist das ein kompliziertes Thema, das ein Drittklässler noch nicht unbedingt komplett erfassen kann. Aber an das Thema heranführen und an einfachen, verständlichen Beispielen des Alltags erläutern, was Demokratie bedeutet, wie sie funktioniert - das verstehen sie schon. Je früher
man sich damit beschäftigt, desto verständlicher, selbstverständlicher
wird die Thematik später für sie. Einfach schon mal etwas gehört zu haben..., das ist das Ziel dieser Aktion“, so Detlef Poller.

Das Ganze schön schülernah - das macht mehr Spaß als nur im Unterricht der „grauen“ Theorie zu folgen. Der Rathausbesuch hat die Kinder jedenfalls
begeistert und sie sind nun garantiert um einiges schlauer...
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