Mit Volldampf: Alte Trasse weggerissen

Den Abriss bei einer „Nacht- und Nebelaktion“ vor Ort verfolgt: SWE-Chef Volker Sosna, Bürgermeister Lippert und Hubert Blechschmidt, Werkleiter des Bioheizkraftwerkes Eisenberg
Eisenberg: Fernwärmetrasse | Ganz ehrlich – ist es Ihnen schon aufgefallen? Es ist ein völlig neues Bild in Blickrichtung der Jenaer Straße in Höhe der Musikschule und des Prinzen-Teiches vis-a-vis.

Es fehlt etwas – und ganz bestimmt wird es niemand vermissen: die hässliche, alte, das gesamte Ensemble störende Trasse (Fernwärmebrücke) über die B7. Längst werden ihre Dienste nicht mehr benötigt, die einstigen Nutzer des erzeugten Dampfes haben ihre Heizungen längst umgestellt. Noch im vorigen Jahr wäre ein Rückbau der Trasse, die immerhin mehr als 1,5 km Länge misst, aus Kostengründen undenkbar gewesen. „Der Abbruch hätte uns zirka 100.000 Euro gekostet. Nun konnten wir die äußerst günstige Marktlage bei den Eisenberg. Stahlpreisen nutzen und somit kostenneutral rückbauen“, erläutert Volker Sosna, Geschäftsführer der Stadtwerke Eisenberg (SWE). Die Arbeiten übernimmt die Firma Geyer und Glanz aus dem Raum Altenburg.
In einer „Nacht und Nebelaktion“ wurde statisch gut gesichert mit Hilfe eines Krans das Teilstück der Trasse direkt über der B7 abgerissen. Kurz und schmerzlos – könnte man sagen, schließlich wollte man den Verkehr auf der B7 vor Ort nur kurz zum erliegen kommen lassen.

Was bleibt, sind die ca. 70 Stützen – zum Teil aus Stahl, zum Teil aus Beton. Momentan fehlt allerdings das Geld, alle schnell rückzubauen. Insgesamt fünf Jahre haben die Stadtwerke dafür Zeit – so ist der Bestandschutz für Altanlagen geregelt. Erklären sich betroffene Grundstückseigentümer allerdings bereit, sich mit 50 % an den Rückbaukosten (je Pfeiler) zu beteiligen, dann kann dies natürlich viel schneller erfolgen. Interessenten können sich dazu gern bei den Stadtwerken Eisenberg (SWE) erkundigen.
Was das „Herz“ des seit Januar stillgelegten Bioheizkraftwerkes (BHE) betrifft – Turbinen, Generator und Zubehör – dafür hat ein pakistanischer Textilproduzent bereits Interesse angemeldet. Demnächst soll die Verschrottung der Kessel erfolgen.
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