Netzwerkerin verwirklicht Herzensprojekt

„ Adelheid Bäger in der kleinen Galerie am Steinweg, dem Domizil des Kunstvereins.
Eisenberg: galerie | Eisenberg.
Eisenbergerin Adelheid Bäger für großartiges Engagement mit Thüringer Rose geehrt

Über viele Jahre engagiert sich Steuerberaterin Adelheid Bäger für das Gemeinwohl in vielfältigster Weise in Vereinen und Stiftungen. Daher wurde sie kürzlich in feierlichem Rahmen auf der Wartburg in Eisenach von Thüringens Familienministerin Heike Taubert für ihr bürgerschaftliches Engagement mit der „Thüringer Rose“ ausgezeichnet.
„Ich habe mich sehr darüber gefreut, weil Anerkennung ein gutes Gefühl ist“, so die Geehrte. Sie ist Mitbegründerin des Vereins „Wendepunkt“, der auf den Gebieten der Suchtkrankenund Jugendhilfe arbeitet. Dort war sie zunächst als Beraterin tätig, seit fünf Jahren lenkt sie den Verein als Vorsitzende.
Sie ist engagiert im „Alternative e.V.“, einem Verein zur Förderung von Bildung, Erziehung und öffentlicher Gesundheitspflege. Sie ist Gründungs- und
Vorstandsmitglied in der Stiftung „Wendepunkt-Alternative“ und seit 2010 im Vorstand der Diakonischen Förderstiftung „Geschwister Scholl“ Bad Köstritz, einem Zentrum mit heilpädagogischen Angeboten für Jugendliche mit familiären und psychosozialen Problemen.

In Eisenberg begründete Adelheid Bäger den Kunstverein mit, dessen Präsidentin sie ist. In diesem Jahr übernahm sie zudem die Präsidentschaft des
Eisenberger Lions-Clubs. Außerdem ist sie für die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke tätig und im Kirchenrat sowie der Pfarrgemeinde der Katholischen Gemeinde aktiv.

Stellt sich jedem die Frage, wie sie alles unter einen Hut bekommt. Zumal sie als selbstständige Steuerberaterin mit Büro in Eisenberg und Hermsdorf fest im Berufsleben steht. „Natürlich hat der Tag auch für mich nur 24 Stunden, doch man lernt mit der Zeit, alles miteinander so zu verknüpfen,
miteinander zu verweben, dass es passt. Zumal ich ja viel Unterstützung
von gleichgesinnten Menschen habe, die mir einen Großteil der Arbeit abnehmen. Ich muss nicht alles allein machen, die Arbeit verteilt sich auf
viele Schultern.
Und man muss lernen, abzuschalten, sich auch mal zurückzunehmen. Immer
und jederzeit für alle präsent zu sein, wäre ein Zustand, der auf Dauer nicht funktioniert. Wenn man das akzeptiert, hat man die Kraft, viel zu schaffen“.

Abschalten – das tut sie mit der Malerei. Daheim für sich. Auch im Kunstverein laufen Projekte, die das Kulturleben der Stadt bereichern. Und gleichermaßen
die unterschiedlichsten Menschen – vom Kind bis zum Senior – zu fördern, ihnen Hilfe anzubieten - sei es als Therapieform, um unter Menschen zu
kommen oder einfach um Stress abzubauen… Ihnen damit ein Gefühl zu
geben, ernst genommen, akzeptiert zu werden. Oder ihnen eine Aufgabe zu geben.

„Dabei musste ich lernen, erst zu fragen, ob jemand überhaupt Hilfe annehmen möchte. Und zu akzeptieren, wenn es nicht so ist.“
Die Frage nach dem Warum für ihr Engagement ist für Adelheid Bäger schnell beantwortet. „Dort, wo man selbst Hilfe und Unterstützung erfährt, gibt man
gern etwas zurück. Es gab familiäre Probleme und uns wurde geholfen. Nun helfe ich, wo ich kann.“

Adelheid Bäger hadert trotz heftiger Schicksalsschläge nicht mit ihrem Leben, sondern packt an. Sie wurde mit 39 Jahren Witwe, allein erziehende Mutter von drei Kindern. Seit geraumer Zeit lebt sie allein in ihrem Haus.
Doch das ist demnächst Geschichte. Sie hat es kurzerhand in die Stiftung eingebracht, um ein Herzensprojekt zu verwirklichen: Ein Mehrgenerationen-
Haus. Das eingereichte Konzept für das Vorhaben war so gut, dass es gefördert wird mit 100 000 Euro. Unten hat sich bereits der Kunstverein mit kleiner Galerie fest etabliert. Oben wird umgebaut. Unterm Dach wird sie selbst wohnen. Die anderen Wohnungen sind für Senioren beziehungsweise junge Mütter vorgesehen. Hinzu kommt ein Raum für Begegnungen.

„Wohnen und Begegnung der Generationen unter kunsttherapeutischem
Gesichtspunkt – alles unter einem Dach, ein tolles und anspruchsvolles Projekt“, freut sich Adelheid Bäger auf die Zukunft.
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