Neue Turnhalle eingeturnt, eingetanzt und eingetrommelt

  Hermsdorf: sporthalle | Trubel in der neuen Turnhalle – man sah vor Menschen kaum etwas von dem peppigen grün-gelben Hallenbelag, der – neben der großen, hellen Fensterfront - das Gesamtbild prägt. Schulleiter Karl-Heinz Maier begrüßte zur Einweihungsfeier viele Gäste, darunter Vertreter der Stadt, des Landkreises, Vertreter der Ingenieurbüros und bauausführenden Gewerke, der Vereine, sein Lehrerkollegium und natürlich die Schüler der Hermsdorfer Regelschule, die ab sofort beste Bedingungen für ihren Schulsport vorfinden.

Und weil die Freude groß war, wurde sie von den Schülern vor dem Publikum mit Begeisterung eingetrommelt, eingetanzt, eingeturnt und eingesungen.
„Sport macht glücklich! Sport setzt in unserem Körper Stoffe frei, die wir als Glückshormone bezeichnen. Bei uns allen, hat allein der Freudensprung über den Bau der neuen Turnhalle Glückhormone freigesetzt, denn wenn das Sporttreiben in einer angenehmen Atmosphäre geschieht, vervielfacht dieser Effekt. Aber jeder weiß, ist ein Wunsch erst einmal erfüllt, wachsen heimlich, still und leise viele kleine neue Wünsche heran. Ein bisschen größer könnte sie sein, eine Zweifelderhalle könnte es sein, einen Fitnessraum und eine Tribüne könnte sie haben…

Wünsche sind legitim, aber auch wenn sie nicht alle erfüllt werden können, wir haben dennoch allen Grund zur Freude“, so der Schulleiter in seiner Ansprache bei der feierlichen Einweihung.
Wer in der alten Halle Unterricht hatte oder in der Freizeit dort trainierte, weiß auch warum. Prallwände aus Beton, ein Schwingparkett, das seinem Namen in jeder Situation Ehre machte, eine Gebläseheizung, bei der man Ohrenstöpsel benötigte und Frischluftzufuhr durch ein paar kleine Löcher in der Wand… Ach ja – und vor allem im letzten Jahr der besonders einprägsame Duft in den Umkleiden und im Sanitärbereich sowie und die Möglichkeit vor Ort oder vor Örtchen, verschiedene Schimmelpilzarten kennen zu lernen. Fachübergreifender Unterricht… – ein seinen Ausführungen schwang ein guter Schuss von „schwarzem Humor“ mit.

Doch Landrat Andreas Heller mahnte zur Bescheidenheit, denn die Bedingungen haben sich trotz der übrig geblieben beziehungsweise vieler kleiner, neuer Wünsche enorm verbessert. Und auch in der alten Halle war nicht alles schlecht – auch wenn sich insbesondere in der letzten Zeit der Zahn der Zeit besonders bemerkbar machte. Heller warf einen kleinen Blick zurück auf das Konjunkturpaket II, das vom Bund 2009 beschlossen wurde und von dem der Landkreis in Sachen Bildung mit 6 Millionen Euro profitierte. Die Stadt Hermsdorf bewarb sich für die Sanierung der alten Schulsporthalle bzw. für einen Ersatzneubau über diese Mittel beim Landkreis. Nach einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung entschied man sich für den Ersatzneubau. Am 23. August 2010 begann die Bautätigkeit.
Drei Planungsbüros und 28 Bau- und Handwerksbetriebe waren am Vorhaben beteiligt, die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 1,4 Mio Euro. Wirtschaftlich – darauf wurde auch hinsichtlich der künftigen Betriebskosten geachtet, die so niedrig wie möglich ausfallen sollen dank der installierten Deckenstrahlheizplatten installiert, die gegenüber der herkömmlichen Fußbodenheizung bis zu 40 Prozent weniger Energie benötigen.
Zugleich wird künftig über moderne Sensortechnik der Lichtbedarf automatisch geregelt.

„Die neu errichtete Turnhalle bietet nun beste Bedingungen für den Sportunterricht der über 300 Schüler und die Sportvereine aus Hermsdorf, die hier optimale Bedingungen vorfinden. Die Turnhalle wird also - wie im gesamten Landkreis den Sportvereinen für den Trainingsbetrieb kostenlos
zur Verfügung gestellt.
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