Runter vom Gas – für unsere Kinder

(v.re.) Zwei der Initiatorinnen des Projektes: Marlen Walther übernahm Entwurf und Behördengänge, Kerstin Jung mit ihren Zwillingen Georgia und Maria, die fürs Foto „Modell standen“, organisierte die technische und finanzielle Seite.
Ottendorf: Tälerspatzen | Initiative von Eltern und Förderverein der „Tälerspatzen“ soll für mehr Sicherheit für die Kinder sorgen

OTTENDORF. Geschafft – nach langem Kampf wird es um die Sicherheit der Knirpse der AWO-Kindertagesstätte „Tälerspatzen“ in Ottendorf nun hoffentlich um ein großes Stück weit besser stehen. Denn sie stehen, die
beiden Aufsteller mit dem mahnenden, großformatigen Foto ortsein- und ortsausgangs der Tälergemeinde. Dank des großartigen Engagements von
Eltervertretern und Förderverein des Kindergartens. Feierlich enthüllt von den Hauptpersonen – den Zwillingen Georgia und Maria, den Mädchen auf
den Warnschildern. Diese zeigen eine brisante Verkehrssituation mit einem kleinen Mädchen, dass sich von der Hand der Mama losgerissen hat und vor ein Auto läuft, während diese – ein zweites Kind auf dem Arm – verzweifelt
versucht, es noch zu fassen… Bis dahin war es ein langer Weg, waren viele Hürden zu nehmen. Viele Gespräche und Absagen.

„Dabei müsste man meinen, dass die Sicherheit der Kinder als unser wertvollstes Gut oberste Priorität hat“, denkt Kerstin Jung zurück. Seit
einem Jahr bemühen sich die Eltern darum, eine Lösung zu finden, um Autofahrern das Verständnis für die Einhaltung der 30-er Geschwindigkeitsbegrenzung abzuringen. „Die besteht zwar, aber die wenigsten halten sich auch daran.
Oft mutiert die Straße zur Rennstrecke. Unser Kindergarten liegt direkt an der Straße und die Eltern müssen sie zwangsläufig überqueren. Es gab schon so manche prekäre Situation. Zum Glück ist noch nichts passiert. Noch. Doch
muss immer erst etwas passieren, ehe gehandelt wird?“, stellt sie die Frage in den Raum. Bodenwellen, die das Problem ganz einfach beheben könnten,
dürfen nicht installiert werden – weil es sich um eine Landesstraße handelt. So will es der Gesetzgeber.

Das 30-er Begrenzungsschild wird oft ignoriert – was bleibt? „Wir fanden eine Möglichkeit im Vorbild bei der Verkehrserziehung an unseren Autobahnen in Form der Extrem-Bilder und setzten diese Idee gemeinsam um. „Hut ab, ich finde es großartig, solche aktiven Eltern in meinen Kindergarten zu haben,
die in völliger Eigeninitiative dieses Projekt realisierten und auch sonst sehr rege sind“, freut sich Kita-Leiterin Goldtraut Nagel und spricht ein großes
Dankeschön aus. Auch von Peter Oertel, dem Leiter der Polizeiinspektion, erhielt die Initiative Zustimmung. Er weiß durch den Einsatz seiner Beamten
um die Situation vor Ort. „Wir haben seinerzeit, als die Straße neu saniert war, regelmäßig Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt, um gar nicht erst den Charakter einer „Rennstrecke“ aufkommen zu lassen.

Doch nicht immer stießen die Beamten auf Gegenliebe bei den Anwohnern. Sie
wurden teilweise beschimpft und mit ihren Messwagen von den privaten Flächen verwiesen. Schließlich haben wir die Kontrollen eingestellt“, erinnert er sich an dieses unerfreuliche Kapitel. Er gab den Eltern bei der Enthüllung den guten Tipp, die Schilder mit einem Rahmen aus Leuchtstreifen
noch auffälliger zu gestalten. Ganz spontan sagte Bürgermeister
Wolfgang Bauer dafür die Finanzierung zu.
Ende gut – alles gut – das bleibt im Sinne der kleinen „Tälerspatzen“ und
ihren Eltern zu wünschen.
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