Selbstgebautes Insektenhotel lockt Nützlinge in den Kindergarten Tautenhain

Lara, Till, Hannah und Gedeon aus dem Kindergarten „Holzlandwichtel“ gehören zu denen, die tüchtig Hand anlegten beim Bau des Insektenhotels - unter Anleitung und mit Hilfe der angehenden Erzieherinn Susann Genz.
Tautenhain: Kindergarten | TAUTENHAIN. Der Kindergarten „Holzlandwichtel“ in Tautenhain weihte vor wenigen Tagen ein neues Gebäude ein, das viele Kinderhände geschaffen haben. Eine kleine, aber ziemlich komfortable Herberge, das für seine winzigen Gäste einigen Luxus zu bieten hat und Platz auf dem Beet am Zaun des Gartens fand: ein gemütliches, schickes Insektenhotel.
Die Idee der angehenden Erzieherin Susann Genz aus Tautenhain, einfach eines selber zu bauen, kam bei den „Wichteln“ gleich fabelhaft an. Schon zuvor beschäftigten sie sich immer mal wieder mit Natur und Umwelt in ihrem unmittelbaren Umfeld. Dazu nutzen sie sogar eine kleine „Forscherstation“ mit Lupen und Aufbewahrungsboxen zum Beobachten der Tiere, die anschließend natürlich wieder auf freien Fuß dürfen. Mit Susann besprachen sie die Thematik im Vorfeld, damit sie ein Gespür dafür kriegen.

„Ich schreibe an meiner Berufsfacharbeit, die sich inhaltlich mit der Förderung des Sozialverhaltens beschäftigt und dabei auch den Zusammenhang
zwischen Mensch und Natur betrachtet. Der Bau des Insektenhotels war daher
ein guter praktischer Ansatz“, so die junge Frau. So werteten sie gemeinsam Beobachtetes aus, stellten heraus, warum ein Insektenhotel so wertvoll und nützlich ist. Und lernten, dass durch die intensive Land- und Forstwirtschaft sowie eine naturferne Gartengestaltung die Lebensräume für Insekten selten geworden sind, dass ein Insektenhotel Nützlingen wie unterschiedlichsten Arten von Bienen und Wespen, Käfern, Ohrkriechern und Spinnen, einen idealen Unterschlupf, Nistmöglichkeiten und Schutz bietet. Auch,
dass man mit dem Bau etwas Gutes für die Tiere, gleichzeitig aber auch für den Mensch und die Gärten tut. Denn die Insekten übernehmen eine wichtige Rolle bei der Blütenbestäubung und bekämpfen Schädlinge rein biologisch.
Für Vögel, Fledermäuse und Co. stellen sie aber auch ein reichhaltiges Nahrungsangebot dar.

Noch etwas Besonderes: Wo sonst bekommt man eine so tolle Möglichkeit, diese interessanten Winzlinge hautnah zu beobachten und ihre Lebensweise
kennen zu lernen. Doch bevor es richtig ans Bauen gehen konnte, musste erst einmal „studiert“ werden, wie solch ein Hotel aufgebaut sein soll, ein Plan gemacht und natürlich die entsprechenden Materialien herangeschafft werden. Dafür gab es Unterstützung von den Eltern, manches fand man in der Natur. So wurde eine hölzerne Obstkiste zum Grundstock des Hotels – hinzu kamen alte rote Ziegelsteine, Bambusstäbe, Hölzchen, halbe Wallnussschalen, halbe Baustammscheiben mit Rinde, die mit Löchern versehen wurden, Sperrholz, Weinkorken, kleine Blumentöpfe am „Strick“, gefüllt mit Stroh…

Alles passend zusammengebaut
und die Fächer gefüllt, lässt sich’s darin für die Insekten hoffentlich schon bald gut leben. Zur Krönung bekam es über den Eingängen den bunten Schriftzug „Holzlandinsektenhotel“ – versteht sich von selbst, oder?
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