Sieben auf einen Streich...

Werfen gemeinsam einen Blick in den deutsch-türkischen Infoflyer: VS-Chefin Karin Senf und Feride Ektiren.

Volkssolidarität Gera gibt Infohefte in sieben Sprachen für ausländische Eltern heraus

Gera. Die Volkssolidarität Gera setzt sich für eine „Willkommenskultur“ in Gera ein. Deshalb gestaltete sie für die ausländischen Mitbürger der Stadt eine Informationsbroschüre in sieben Sprachen zu ihren Kindertagesstätten. Der AA Gera fragte dazu bei der Chefin der Volkssolidarität Karin Senf und bei der kurdischen Mutter nach.

Wie kam es zu dieser Idee?
In unseren insgesamt neun Kitas steigt die Zahl der Kinder von ausländischen Mitbürgern stetig. Allein „Am Schreberweg" sind es mittlerweile 15 Mädchen und Jungen verschiedener Nationen. Das sind Kinder von Asylbewerbern, aber auch die Jüngsten von Theaterkünstlern, Klinikärzten, Gastwirten und anderen hier Berufstätigen.

Warum ist der VS dieses Anliegen so wichtig?
Die Eltern sollen sich hier willkommen fühlen und wir wollen ihnen helfen, noch bestehende sprachliche Barrieren zu überbrücken und ein Stück weit Sicherheit geben, dass ihre Kinder hier in guten Händen sind. Die mehrsprachigen Infoflyer bilden eine Brücke zur Verständigung und Integration.

Wie genau sehen sie aus?
Es gibt sieben Varianten, jeweils in Deutsch und - von einem Übersetzungsbüro übertragen - in einer Fremdsprache. Dazu gehören Türkisch, Vietnamesisch, Russisch, Spanisch, Arabisch, Englisch und Chinesisch-Mandarin.

Warum gerade diese Sprachen?
Bei deren Auswahl haben wir uns an den Sprachgruppen orientiert, die am häufigsten in Gera zu Hause sind.

Es könnten später also durchaus weitere hinzukommen?
Natürlich, wenn wir den Bedarf sehen.

Was beinhaltet er für Informationen?
Darin erklären wir den Eltern, was sie beachten müssen, wenn sie ihre Kinder in eine unserer Kitas geben, was sie erwarten dürfen und an welche wichtigen Ansprechpartner sie sich in Ämtern und Einrichtungen der Verwaltung wenden können.

Wie kommt das bei den ausländischen Mitbürgern an?
Das fragen Sie am besten Frau Feride Ektiren, deren vierjährige Tochter Shevin unsere Kita besucht. Sie war unsere erste ‚Testleserin’, auch wenn sie selbst gut Deutsch spricht.

Frau Ektiren, woher kommen Sie?
Ich bin Kurdin und kam 1996 aus der Türkei nach Deutschland. Seit einem Jahr lebe ich mit meinem Mann und meinen drei Töchtern in Gera.

Wie finden Sie den Flyer?
Die Idee ist wirklich gut. Es hilft weiter, wenn man die wichtigsten Dinge gut verständlich in der eigenen Muttersprache nachlesen kann. Meiner Freundin musste ich beispielsweise immer bei Übersetzungen helfen.
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