Verband der Behinderten sucht dringend Hilfe

Bürgermeister Ingo Lippert unterstützt im Namen der Stadt Eisenberg den Verein mit einem Personalkostenzuschuss.
Eisenberg: Verband der Behinderten | Eisenberg. Die Gesichter sind sichtlich angespannt in der Runde, das Gesprächsthema ernst. Erika Schenk, Joachim Zeiß, Karin Pahnke, Marika Herbst und Karl-Heinz Möller vom Verband der Behinderten Eisenberg treffen sich in der Begegnungsstätte in der Goethestraße, um über die Zukunft des Verbandes in Eisenberg zu sprechen.

Mit in der Runde Bürgermeister Ingo Lippert, der versucht, Ratschläge zu geben und 2000 Euro Zuschuss für Personalkosten am Mann hat. Ein kleiner Lichtblick mit großem Dankeschön für die weitere Arbeit, denn den Verband plagen große Sorgen, es drückt der Schuh gleich an mehreren Stellen… Momentan „lebt“ er von einem kleinen Polster aus einer privaten Erbschaft.

Die bisher geförderte Stelle für einen behinderten Mitarbeiter über die Arge ist abgelaufen, doch ohne diese Förderung kann diese Last nicht mehr lange geschultert werden. Neue geförderte Maßnahmen scheinen aussichtslos.
Als gemeinnütziger Wohlfahrtsverband unter dem Dach der Paritätischen erfüllen die Aktiven aber einen wichtigen sozialen Auftrag: die Teilhabe behinderter Menschen am gesellschaftlichen Leben in vielerlei Hinsicht. Dazu gehört die Beratung, die nicht nur Mitglieder sondern auch andere Hilfesuchende in Anspruch nehmen können.

Dazu gehören gemeinsame Veranstaltungen und Treffen in der Begegnungsstätte – die die EWG dankenswerter Weise mietfrei zur Verfügung stellt und in deren Renovierung die Stadt auf ihre Kosten investierte, so dass der Verband lediglich die anfallenden Nebenkosten tragen muss. Und dazu gehört auch der Begleit- und Fahrdienst zum Arzt, zum Einkaufen, auf den Friedhof etc. Letzterer schlägt zusätzlich mit TÜV, Fahrzeugkosten und Sprit zu Buche. Zumal nicht nur Eisenberger das Angebot nutzen, sondern auch Bürger der umliegenden Dörfer.

Das alles ausschließlich ehrenamtlich zu stemmen, ist unmöglich. Sich nur von Mitgliedsbeiträgen und Spenden über Wasser zu halten, mag vielleicht noch eine Zeit lang funktionieren – aber was dann? „Wenn nicht bald Hilfe in Sicht ist, stehen wir vor dem Aus“, befürchtet der Verband. Doch das soll mit allen Mitteln verhindert werden. Also suchten die Vorstandsmitglieder bereits Gespräche mit verschiedenen Institutionen, der Kommunalpolitik und Unternehmen aus der lokalen Wirtschaft, von denen man sich Rat und Hilfe erhoffen könnte. Auch der Bürgermeister gab noch einen Tipp, sich an den über die Arge des SHK gebildeten Beirat für das Projekt Bürgerarbeit zu wenden.
„Wir suchen händeringend Unterstützung, damit wir unsere ehrenamtliche Arbeit, die unsere aktiven Mitglieder sehr engagiert und sehr gerne tun – ohne auf die Zeit zu schauen - im Sinne der behinderten Menschen weiterführen können. Wer als Sponsor helfen möchte, kann sich jederzeit bei uns melden“, so Erika Schenk, Vorsitzende des VdB in Eisenberg.
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