Waidmanns Dank, Winfried

Ein „altes Paar“ und Spitzen-Team: Jäger und Schweißhundeführer Winfried Languth und seine „Püppi von der frohen Zukunft“, die ihn seit zwölf Jahren täglich begleitet.
Sankt Gangloff: Jäger | In wenigen Tagen 80 - und kein bisschen „leiser“: Winfried Languth erhielt Ehrungen für 50 aktive Jägerjahre

ST. GANGLOFF. Es gibt wohl kaum einen Tag, an dem Winfried Languth nicht in Wald und Flur unterwegs ist. Immer mit dabei Rauhaarteckelhündin „Püppi von der frohen Zukunft“. Die beiden sind gemeinsam in die Jahre gekommen – der
Jäger aus St. Gangloff wird am 22. Mai 80 Jahre, Spürnase Püppi ist mit 13 Jahren ebenfalls schon eine alte Dame.

Aber wenn es um die Jagd oder die Nachsuche geht, dann sind sie noch immer ein unschlagbar gutes Team. Ein echtes „Dreamteam“, wie man sagt. Seit 50 Jahren ist Winfried Languth aktiver Jäger, seit 40 mit Hund - und das mit Leib
und Seele. Er ist geprüfter Schweißhundeführer und Püppi die beste Nachsucherin, die er sich wünschen kann mit sage und schreibe insgesamt 155 erfolgreichen Nachsuchen in zwölf „Arbeitsjahren“.

In Anerkennung dieser besonderen Leistungen wurde Winfried Languth vom
Deutschen Teckelklub 1888 e.V. mit der Ehrennadel in Silber ausgezeichnet. Für seine besonderen Verdienste um die Wildhege verlieh ihm Steffen Liebig, Präsident des Landesjagdverbandes Thüringen bei der Jahreshauptversammlung das Wildhegeabzeichen des Deutschen Jagdschutzverbandes. Besonders berührt hat ihn die Einladung seiner
ehemaligen Waidgenossen aus Brandenburg, seiner ehemaligen
Heimat. Dort war er im Kreisverband Strausberg viele Jahre aktiv, der im März sein 20-jähriges Bestehen feierte und ihn als Ehrengast im Präsidium Platz nehmen ließ. „

"Eine besondere Auszeichnung für mich, denn es bedeutet, sie
wertschätzen mich und meine Arbeit noch heute.“ Das tun auch seine hiesigen
Waidgenossen. Hartmut Liebold, stellvertretender Vorsitzender der Jägerschaft Stadtroda: „Wir schätzen seine überdurchschnittliche
Einsatzbereitschaft, seinen Gerechtigkeitssinn, seine Verlässlichkeit und stets weidgerechte Arbeit. Zudem ist er ein außergewöhnlicher Schweißhundeführer,
ein tolles Team mit seiner Teckeldame. Winfried Languth ist zu jeder Zeit aktiv, bemüht sich um Aufklärung und Verständnis bei den Verkehrsteilnehmern
und vermittelt Wissen rund um Jagd, Natur und Tier schon bei den Jüngsten in Kindergarten und Schule. Ein Vorbild für unsere Jägerschaft.“

Dass er Jäger mit Leib und Seele ist, kann selbst ich als „örtliche Presse“ bestätigen. Als Redakteurin kenne ich seine Hartnäckigkeit, wenn es darum geht, wichtige Themen in Verbindung mit Verkehr und Natur- und Tierschutz, die ihm am Herz liegen, immer wieder öffentlich zu machen, einer breiten Leserschaft zu offerieren. Lieber einmal mehr als zu wenig. Immer mit der Hoffnung, in den Köpfen etwas positiv zu bewegen. Zum Nachdenken anzuregen. Sein Umgang mit Kindern ist besonders rührend – und dieses Engagement erfüllt ihn mit besonderer Freude. Wenn er mit den Kleinen zu allen Jahreszeiten durch den Wald streift, Püppi im „Schlepptau“ und ganz viele neugierige Fragen beantwortet, weiß er, wofür er es tut.

Richtig ärgern kann er sich über Menschen, die gedankenlos und noch dazu feige nsind. „Wenn ich gerufen werde wegen einer Blutlache auf der Straße und mit Püppi auf Nachsuche nach dem verunfallten Tier gehen muss, ist das schlimm genug. Wenn wir das Tier dann noch halb verscharrt und mit Reisig zugedeckt irgendwo im Wald finden, unfassbar. Leider haben solche Verkehrsunfälle oft mit Alkoholkonsum und Raserei zu tun. Denn jeder andere Verkehrsteilnehmer flüchtet nicht vom Unfallort, sondern meldet den Schaden
umgehend.“
Seine Frau Ilse teilt übrigens seine Leidenschaft. Sie ist oft – mit oder ohne Begleitung ihres Mannes – im Wald unterwegs, war selbst bei Nachsuchen aktiv und scheut auch keine andere waidmännische Arbeit – mit Ausnahme einer: denn auf ein Tier schießen, dass könnte sie nie tun. Deshalb konnte sie nie die Prüfung zur Jägerin ablegen…

Und - wie kann es anders sein – gefeiert wird der 80. Geburtstag am 22. Mai ganz zünftig im Jagdzimmer der „Linde“ in Hermsdorf. Mit Jagdhornbläsern und ihrem „ Halali“ und vielen Freunden und Gästen.
Herzlichen Glückwunsch, Waidmann.
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