Erdbeeren mal anders

Der "letzte Mohikaner".
Schkölen: Wetzdorf | Auch in dieser Wintersaison bauten wir wieder Eis-Erdbeeren (Fragaria antarcticensis) an.

Obwohl der eigentliche Winter auf sich warten ließ, war die Ernte überdurchschnittlich, aber nicht vergleichbar mit der Letzten. Auf Grund der anfänglich recht milden Witterung entwickelten sich die Pflanzen sehr langsam und durch den späten und kurzen Wintereinbruch konnten die ersten Früchte ab Mitte Februar geerntet werden, normalerweise beginnt die Erntezeit im Zeitraum Anfang bis Mitte Januar. Die späte Reifung der Früchte hatte zum Glück keine Auswirkungen auf Qualität und Quantität. Bis weit in den März hinein ernten wir täglich mindestens 1,5 bis 2 kg (Rekord waren fast 6 kg am 29. Februar) und das auf einer Fläche von ca. 50 m²! Die letzten Früchte ernteten wir am 28. März, jetzt stirbt der oberirdische Teil der Pflanze ab und der unterirdische Teil (spiralförmig um eine starke Pfahlwurzel angeordnete Knollen) übersommert um im nächsten Spätherbst wieder neu zu sprießen.
Der Anbau dieser Früchte wird in ausgewählten Lagen des Saale-Holzland-Kreises bereits seit 5 Jahren praktiziert und wir waren von Anfang an mit dabei. Seit 3 Jahren wird der Anbau auch in größerem Stil betrieben und rund um unser Dorf gibt es mehrere Felder.
Die Pflanzen sind anspruchslos und gedeihen auf fast jedem Boden, je kälter und rauher das Klima, um so süßer und aromatischer werden die Früchte. Lediglich die kräftig rote Farbe wie bei „normalen“ Erdbeeren läßt wegen der fehlenden Sonneneinstrahlung etwas zu wünschen übrig.

Die Pflanzen stammen aus dem südlichen Argentinien und Chile und in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet kommen sie nur südlich des 72. Breitengrades vor. Die Kulturform (erst seit 3 Jahren in wenigen ausgewählten Gärtnereien erhältlich) hat mittlerweile viele Freunde gefunden. In Mitteleuropa gedeiht sie am besten in rauhen und schneereichen Lagen ab ca. 300 bis 400 m Höhe.

Für weitergehende Fragen zum Anbau stehe ich Ihnen als Beauftragter des Agrarvereins Wetzdorf e.V. gerne zur Verfügung. Für interessierte Agrargenossenschaften, Gartenvereine oder Gärtnereien führen wir auch Seminare vor Ort durch. Bei diesen Seminaren werden auf Wunsch (Voranmeldung erforderlich) auch Bodenanalysen vorgenommen.
Für kommerzielle Projekte stehen beim Bundesamt für Fruchtbau ab diesem Jahr auch umfangreiche Fördermittel zur Verfügung.
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20 Kommentare
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Gunter Linke aus Saalfeld | 01.04.2012 | 18:32  
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 01.04.2012 | 18:36  
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Gunter Linke aus Saalfeld | 01.04.2012 | 18:40  
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 01.04.2012 | 19:08  
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Steffen Weiß aus Gera | 01.04.2012 | 19:16  
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 01.04.2012 | 19:33  
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Karin Jordanland aus Artern | 01.04.2012 | 19:52  
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Eberhard :Dürselen aus Weimar | 01.04.2012 | 20:17  
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 01.04.2012 | 20:21  
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Hannelore Grünler aus Artern | 01.04.2012 | 20:23  
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Lutz Leipold aus Ilmenau | 01.04.2012 | 20:25  
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Hannelore Grünler aus Artern | 01.04.2012 | 20:32  
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Renate Jung aus Erfurt | 02.04.2012 | 23:03  
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 03.04.2012 | 04:21  
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Annett Deistung (HarzWusel) aus Nordhausen | 04.04.2012 | 22:22  
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Karin Jordanland aus Artern | 05.04.2012 | 09:51  
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Steffen Weiß aus Gera | 05.04.2012 | 16:30  
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 05.04.2012 | 18:30  
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Steffen Weiß aus Gera | 05.04.2012 | 19:20  
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 05.04.2012 | 19:49  
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