Gesunde Luft dank Maja, Willi und Co.

Imkerin und Heilpraktikerin Janett Conrad aus Schlöben setzt auf Stockluft-Therapie.
Schlöben: imkerin | Falls Sie mal irgendwann beim Spaziergang auf der Wöllmisse einer vielleicht seltsam anmutenden Gestalt begegnen, die – von Kopf bis Fuß in einen Schutzanzug gehüllt und mit Atemschlauch ganz still am Waldrand verharrt - bitte nicht in Panik ausbrechen. Kein Chemieunfall, keine giftigen Winde, kein fremde Spezies…

Das ist völlig in Ordnung so – und dient ausschließlich dem Schutz des sich darunter befindlichen menschlichen Wesens. Vor Bienenstichen. Denn es sitzt direkt neben einem Bienenstock, um es herum summt und brummt es… Das Bienenvolk akzeptiert den Fremdling und bleibt gelassen, wenn der es auch bleibt – aber sicher ist eben sicher. Der Schlauch führt direkt ins Innere des Bienenstocks und man atmet die darin befindliche Luft ein.
Eine noch junge und recht unbekannte Form der Therapie, die sich „Stockluft-Therapie“ nennt.
Heilpraktikerin Janett Conrad aus Schlöben wendet sie heute bei ihren Patienten an.

„Herr“ Zufall wollte es, dass die Hobby-Imkerin im Internet darauf stieß und später das Thema als Programmpunkt auf einem Api (= Honigbiene)-Kongress fand, dessen Hintergrund es war, wichtige Impulse zu geben, um die Heilkraft der Biene hierzulande bekannter zu machen.”

Dort hörte sie sich unter anderem den Vortrag eines alten Imkers aus Baden-Württemberg zur Stocklufttherapie an – und war schlichtweg fasziniert. Also nahm sie diese Form in ihr Therapieprogramm auf.
Das lag quasi fast auf der Hand, denn seit vier Jahren betreibt sie die Imkerei. Ihr Vater wollte damit aufhören, das tat ihr leid – und sie übernahm kurzerhand seine Völker. Das Lustige: die Freude seiner Tochter an der Imkerei steckte ihn an – und er ist wieder mit im Boot… Heute betreut sie sechs Völker und ist Mitglied im Stadtrodaer Imkerverein.
„Es macht mir unglaublichen Spaß, dort dabei zu sein, zumal unser Vereinsvorsitzender Jürgen Gräfe ein echter Experte ist, bei dem man sehr viel lernen kann“, so Janett Conrad. Schon längere Zeit beschäftigte sie sich mit Naturheilkunde – angeregt von Mutter und Oma, die ihr beim Sammeln die Heilkräuter näher brachten. „Nach 20 Jahren Kinderkrankenschwester im Klinikum Jena brauchte ich einfach eine berufliche Veränderung. Sattelte um und bin nun Heilpraktikerin“, erzählt sie.

In der Luft eines Bienenstockes vereinen sich alle wertvollen und heilsamen Inhaltsstoffe wie Pollen, Propolis, Honig und Bienenwachs. Durch die Wärme im Bienenstock – es müssen mindestens 18 Grad sein - und die Flügelbewegungen der Bienen wird das Gemisch an die Luft abgegeben.
„Allein schon der wohltuende Geruch von Bienenwachs ist sehr angenehm, die heilende Wirkung unter anderem bei Atemwegserkrankungen, bei Allergien, häufigen Erkältungskrankheiten oder Stress unbestritten.“

Jeder kennt verschiedene Anwendungsmöglichkeiten von Bienenprodukten für Schönheit (Honigmaske oder Massage) und Gesundheit schon von der Oma: Honig in heißer Milch zum besseren Einschlafen, Zwiebelsaft mit Honig bei Husten, Lindenblütenhonig bei Erkältung, Kastanienhonig bei Venenleiden oder Krampfadern, Akazienhonig gut bei Diabetes oder Leber/Gallenleiden. Gelee Royal wird gegen Bluthochdruck eingesetzt, Pollen gegen Allergien, Bienengift bei Arthritis. Auch eine antibiotische, keimhemmende Wirkung ist nachgewiesen.
Alles in allem wunderbare Stoffe, die wir den Bienen verdanken. Mit der Stockluft-Therapie kann den Menschen die wohltuende und heilende Bienenstockluft zugänglich gemacht werden“.
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