Heiß auf die Kreuztage Hermsdorf: Steffen Rennert fährt mit dem einzigen Dacia Deutschlands vor, der Flügeltüren hat

Vor den Kreuztagen ist Putzen angesagt. Steffen Rennert freut sich, mit dem einzigen Dacia Deutschlands vorfahren zu können, der Flügeltüren hat.
  Hermsdorf: Shell Autohof | Wienern ist die nächsten Tage angesagt. Steffen Rennert aus Bad Klosterlausnitz – im gewöhnlichen Leben Busfahrer - ist ein Freak. Ein Auto-Freak. Er möchte ein Auto fahren, das kein anderer fährt. Dafür muss er keine sechsstellige Summe berappen. Das geht auch mit einem Billigauto. Das dann allerdings richtig aufgemotzt!

Wenn Rennert diesmal mit seinem Dacia Logan bei den Kreuztagen vorfährt, werden die Gäste staunen. Sie kennen das Auto bereits, aber noch nicht in dieser Umbauphase. Phase drei ist abgeschlossen. Ein kurzer Rückblick gefällig, was bislang gemacht wurde? 2009 bestellt als Neuwagen mit umgebauten Fahrwerk und Felgen. Andere Stoßfänger, Seitenschweller, Heckspoiler, Dachspoiler und eigens angefertigte Sonder-Duplex-Auspuff-Anlage angebaut. Cleaning der Kofferraumklappe und hinteren Türen. Neulackierung. Stoßleisten demontiert. Teilweise Karbonfolierung. Flügeltüren. Flügeltüren? Ja. „Da es keine Bausätze für Dacia gibt, wurden Clio-LSD-Doors angepasst. Jetzt habe ich den einzigen Dacia Deutschlands mit Flügeltüren“, freut sich Rennert. Den Innenraum lackiert, neue Sitze, Mittelkonsole nachgerüstet…

11.000 Euro hat der Neuwagen gekostet. 15.000 Euro hat Rennert inzwischen hineingesteckt. Dabei ist er mit dem Umbau längst nicht fertig. Diesen Winter wird ein Clio-Sport-Motor mit 222 PS implantiert, die Rückbank kommt raus, ein Käfig rein und dann folgt das Tuning der Soundanlage. Verrückt! Sämtliche TÜV-relevanten Umbauten lässt der Bad Klosterlausnitzer von Fachmännern machen, den Rest erledigt er selbst. Das Auto bewegt der 36-Jährige nur zu Treffen wie den Kreuztagen, ansonsten „wohnt“ es in einem Autohaus. So etwa fünf bis zehn Veranstaltungen liegen pro Saison an. Seine Freundin lässt er übrigens nicht ans Steuer.

Nein. Ein schlechtes Omen ist es nicht, dass die diesjährigen Kreuztage an einem Freitag, dem 13. beginnen. Sie finden immer am dritten Juliwochenende statt. Rund um den Hermsdorfer Shell-Autohof wird es drei Tage lang heiß her gehen, wenn sich Fahrer samt weiterer Besatzung von etwa 1000 Renaults, Dacias und weiteren getunten Fahrzeugen einfinden. Viele der Gäste kommen sogar aus dem Ausland ins thüringische Hermsdorf. Da werden sogar Strecken von 1300 Kilometern aus Norwegen in Kauf genommen, um dabei sein zu können.

Cheforganisator Hendrik Vogel hat auch bei der 13. Auflage der Kreuztage ein tolles Programm auf die Beine gestellt. Los geht’s am Freitagabend mit DJ-Musik. Samstag startet der Autokorso durch Hermsdorf und Bad Klosterlausnitz. Für die Mutigen wird kostenfreies Bungeespringen angeboten. Immer wieder heiß begehrt ist der Sexy-Car-Wash mit leicht bekleideten Mädels. Nicht ganz billig werden die Taxifahrten in Rallyefahrzeugen. Mehrere Teams werden vor Ort sein und am Samstag, 16.30 bis 19 Uhr, auf der gesperrten Geraer Straße Gummi geben. „Die Einnahmen kommen den drei Hermsdorfer Kindergärten zugute“, verrät Hendrik Vogel. Ausklingen wird der Samstag wieder mit DJ-Konzerten. Und am Sonntagmittag wird die Spannung gelüftet, wer diesmal mit einem Pokal nach Hause fahren wird. Pro Fahrzeugklasse werden die besten drei Fahrzeuge geehrt.
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Hannelore Grünler aus Artern | 11.07.2012 | 06:15  
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