Kleiner Lebensretter gegen den Herztod

Hauptamtsleiter Holger Schmoock und Bürgermeister Ingo Lippert zeigen das kleine Gerät, mit dem im Notfall jeder Leben retten kann.
Eisenberg: stadtverwaltung | Ein kleiner, unscheinbarer grauer „Kasten“ an der Wand im Eingangsbereich der Eisenberger Stadtverwaltung am Markt 13/14 kann Leben retten. Darin verbirgt sich ein Erste-Hilfe-Defibrillator. Für den Fall der Fälle, der - bestenfalls - natürlich nie eintreten sollte, aber wenn sein Einsatz doch nötig wird, dann die Überlebenschance des Betroffenen um ein Vielfaches erhöhen kann.
Die Stadt Eisenberg stellte den „Platz“ zur Verfügung – als öffentliche Behörde mit viel Publikumsverkehr und konstanten Öffnungszeiten ist das Gerät für jedermann zugänglich. Ähnlich dem Feuermelder einfach das kleine Glasfenster einschlagen und die Safe-Box öffnen – so die Fachbezeichnung für den „Kasten“, der die sichere Aufbewahrung des Defibrillators und schnellen Zugriff ermöglicht. Eine grün blinkende Lampe signalisiert ständig die Funktionsfähigkeit des Gerätes.

Seine Anwendung ist einfach und sicher, jeder Laie kann ihn bedienen und so im Notfall zum Lebensretter werden. Das kleine, kompakte Gerät arbeitet automatisch und verwendet klare Sprachanweisungen, die den Anwender durch jeden Schritt der Behandlung führen. Es analysiert nach anbringen der Elektroden den Herzrhythmus und entscheidet danach, ob ein Impuls notwendig für das Überleben des Betroffenen notwendig ist. Wenn ja, fordert es auf, den Patienten, nicht zu berühren und die Schock-Taste zu betätigen.

„Man sollte also wirklich keine Scheu haben, den „Defi“ im Notfall anzuwenden – man kann nichts falsch machen. Und alles ist besser als nichts zu tun, tatenlos zuzusehen“, so Hauptamtsleiter Holger Schmoock. „Bei uns im Haus gibt es 16 Ersthelfer, die regelmäßig geschult und vom Malteser Hilfsdienst eigens zum Defibrillator eingewiesen wurden. Zudem gibt es vor Ort Infos zur Anwendung“, ergänzt Bürgermeister Ingo Lippert.

„Das Berliner Unternehmen DefiMED kam auf uns als Stadt zu – und wir fanden das Anliegen wichtig. Zumal es auf einem besonderen Konzept basiert – Lebensrettung durch Sponsoring“, erläutert er. Für die Stadt ist der kleine Lebensretter also kostenfrei. DefiMED organisiert lokale Sponsoren, die mit ihrer Werbung die Anschaffung als auch die laufenden Kosten – regelmäßige Wartung des Defibrillators - finanzieren. An dieser Stelle sei allen hiesigen Spendern ein herzliches Dankeschön gesagt.

PS: Der plötzliche Herztod ist die häufigste Todesursache in Deutschland – mehr als 100 000 Menschen erleiden jährlich dieses lebensbedrohliche Kammerflimmern, das meist völlig unerwartet auftritt. Ohne eine Defibrillation sinkt die Überlebenschance jede Minute um sieben bis zehn Prozent.
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