Deutschlands erstes Hammerwurfzentrum arbeitet in Bad Köstritz

Wurftrainer Werner Vöckler im Gespräch mit den beiden 12-jährigen Nachwuchswerfern Florian Spreer und Constantin Nitsch vom LAV Elstertal.
Kaderschmiede für Ostthüringen

Bad Köstritz. Seit längerem schon kreiste im Kopf von Wurftrainer Werner Vöckler, der in Bad Köstritz und Gera Nachwuchswerfer trainiert, der Gedanke, ein Hammerwurfzentrum zu installieren. Im vergangenen Jahr wurde die Idee zur Realität und das Ostthüringer Hammerwurfzentrum des Thüringer Leichtathletikverbandes in Bad Köstritz gegründet – das erste deutschlandweit. Der AA Gera fragte bei Werner Vöckler nach dem Warum und den Zielen des Zentrums nach.

Warum ist ein solches Zentrum so wichtig?

Hammerwerfen gehört zu einer der anspruchsvollsten Disziplin der Leichtathletik und wir möchten sie verstärkt etablieren. Das beginnt mit der Förderung des Nachwuchses. Nicht nur den aus den eigenen Reihen in Bad Köstritz und Gera, sondern wir möchten künftig junge Talente aus ganz Ostthüringen hier zum professionellen Stützpunkttraining begrüßen. Sie sollen hier die Grundlagen des Hammerwerfens erwerben. Als Kaderschmiede soll es diesen Sport natürlich auch deutschlandweit nach vorne bringen.

Wie kam es zum Zuschlag für Bad Köstritz?

Ausschlaggebend sind die ausgezeichneten sportlichen Erfolge, die unsere Athleten des LAV Elstertal Bad Köstritz und des 1. SV Gera verzeichnen können. Wir haben Landesmeister, Mitteldeutsche Meister und hervorragende Platzierungen in der Bestenliste des Landes. Darauf sind wir besonders stolz. Das hat den Landesverband dazu veranlasst, mit uns darüber zu sprechen. Eine weitere Voraussetzung dafür war die Schaffung einer neuen Wurfanlage. Dank der Weitsicht unseres Vorstandes und der Stadt Bad Köstritz, die sich voll dahinter geklemmt haben, ist uns das im Zuge der Stadionsanierung gelungen. Die neue Anlage außerhalb des Stadions steht und bietet nun optimale Trainingsbedingungen. Im Gegensatz zu vorher, wo wir im Stadion warfen und jedes Mal im Anschluss den Rasen „flicken“ mussten, damit andere Sportarten wieder einen halbwegs ordentlichen Zustand vorfanden. Wir freuen uns schon jetzt darauf, die Wurfanlage erstmals nutzen zu können, wenn die Sonne wieder höher steht.

Der Grundstein für die Stützpunktarbeit ist also gelegt…

Ja, das gesamte Umfeld stimmt und es ist `in dem Topf, woraus mal eine schmackhafte Suppe werden kann`.

Das bringt auch mehr Arbeit mit sich…

Das ist ganz klar. Die ganze Koordination, Organisation und Ausführung liegt in unseren Händen. Aber das machen wir gerne, weil es uns Spaß macht und voran bringt.

Was bringt es für den Verein, die Stadt selbst?

Bad Köstritz ist durch seine hervorragende Leichtathletikarbeit, insbesondere durch die Werfertage bekannt. Mit dem Wurfzentrum wird der Bekanntheitsgrad weiter steigen, weil mehr Nachwuchssportler – auch von außerhalb - sie repräsentieren, beispielsweise bei Wettkämpfen und Meisterschaften. Wir als Verein hoffen, das diese Sportart weiter an positivem Image gewinnt und mehr interessierten Nachwuchs findet.

Wie sieht die Förderung des Landesverbandes aus?

Die geschieht über verschiedene Maßnahmen wie Weiterbildungen, Trainingslager, Unterstützung bei Wettkämpfen und ähnlichem.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige