Dominik Heinrich wurde in Amsterdam Vize-Europameister im HipHop

"HipHop ist ein Lebensgefühl" - Dominik Heinrich

Freiburg/Gera. Wenn Dominik Heinrich an die HipHop-Europameisterschaft in Amsterdam Ende Juni zurückdenkt, bekommt er jetzt noch Gänsehaut. „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wenn du auf der Bühne stehst und 2500 Leute im Publikum bei deinem Tanz jubeln, schreien. Mein Ziel war es, unter die ersten zehn zu kommen. Einfach machen, Augen zu und durch. Tanzen. Gefühle rauslassen. Alles andere war plötzlich egal. Ich war total baff, als die Plätze am Ende verlesen wurden und ich auf Platz 2 landete. Nur der Moldawier war besser. Das kam für mich völlig unerwartet“, erzählt der 27-Jährige, der sich im Solo gegen ein starkes Starterfeld von 73 Tänzern den Vizemeistertitel holte.
Seine Tanzkarriere startete der heutige Tanzlehrer, der seit drei Jahren in Freiburg lebt und arbeitet, mit sieben Jahren. „Meine Mutter las in einer Anzeige der Tanzschule Schulze in Gera, dass noch Jungs fürs Kindertanzen gesucht werden. Sie ging mit mir hin - der Grundstein war gelegt.“ Dominik Heinrich wurde ein brillanter Turniertänzer der Sonderklasse mit vielen Erfolgen – auch wenn ihn sich seine heutigen HipHop-Freunde kaum im Anzug vorstellen können… „Irgendwann kam eine Zeit der Veränderung. HipHop fand ich faszinierend. Also hab ich’s probiert und dieser Tanz mit seinen vielen Fassetten hat mich in den Bann gezogen.“ Am Anfang gab’s auch mal einen Rückschlag. Seine erste HipHop-Meisterschaft in Deutschland war, wie er sagt, eher peinlich. Vorletzter. Aber – getreu seinem Lebensmotto – hieß es für ihn aufstehen und weitermachen.
Als Trainer trainiert der ehemalige Geraer heute unter anderem erfolgreich zwei Formationen in Freiberg und tanzt in seiner eigenen Gruppe „Rush“. Die HipHop-Szene in Freiburg begeistert ihn. Egal wo man ist, überall wird der Ghettoblaster angeworfen und getanzt. Freestyle. „Hier haben alle Respekt voreinander. Egal wie du redest, wie du aussiehst, wo du herkommst, was du bist“, so Dominik. „Für mich ist HipHop ein Lebensgefühl, Freiheit. Du hörst die Beats und tanzt los, drückst dabei deine Gefühle über die Musik aus. Blendest den Alltag aus.“
Nun hat er sich als Vize-EM-Meister für die Weltmeisterschaft im Herbst in Kopenhagen qualifiziert. Und steckt in der Zwickmühle. Denn zur gleichen Zeit ist er zu einem Mega-HipHop-Event nach Los Angeles eingeladen von der HipHop-Gruppe „Culture Shock“, in der die besten Tänzer aus ganz Europas tanzen. „Das ist eine unglaubliche Ehre für mich.“ Und macht die Entscheidung für ihn aber nicht einfacher. Kopenhagen oder L.A.? Darüber werden wohl ein paar schlaflose Nächte vergangen sein...
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Thomas Triemner aus Gera | 01.09.2013 | 17:13  
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