Ein „Flachländer“ als Naturtalent

Beim Training „vor der Haustür“: Willi Hippler. Bei der Wahl Nachwuchssportler des Jahres 2010 des Kreissportbundes wurde er Zweiter.
Tautenhain: Sportverein Tautenhain | Normalerweise hat man als „Flachländer" im Schnee keine Chance gegen die Sportler aus den Thüringer Ski-Hochburgen Oberhof, Oberwiesenthal oder Lauscha. Doch Willi Hippler (13) vom ostthüringischen Sportverein Tautenhain zeigt, dass es auch anders geht. In der letzten Wintersaison wurde der Skilangläufer nach Beendigung der Thüringer Rangliste in seiner Altersklasse völlig überraschend Gesamt-Zweiter. Vor ihm war nur ein Skilangläufer, der im Sportgymnasium in Oberhof lernt und trainiert. Hippler ist offenbar ein Naturtalent, der fast alles kann. Er ist gut in der Schule. Er besucht die achte Klasse des Carl-Zeiss-Gymnasiums in Jena mit Schwerpunkt Mathematik und Naturwissenschaften. Nebenbei spielt er auch sehr passabel Fußball beim FV Bad Klosterlausnitz. Im läuferischen Bereich ist er fast nicht zu schlagen. Und dann macht er auch auf den rutschigen Brettern eine gute Figur. Nur so ist der zweite Platz aus dem letzten Winter zu erklären.

Am Sonnabend, 18. Dezember beginnt für den Schüler aus Tautenhain die neue Wintersaison. In der supermodernen Ski-Arena Oberhof geht es in der Disziplin „K.o.- Sprint" um Punkte für die Rangliste in der Altersklasse M 14. Im Vorjahr wurde der 13- Jährige zum Auftakt Sechster. Am 2. Januar wartet bereits der zweite Ranglistenlauf in Floh-Seligenthal. Willi Hippler geht gut vorbereitet ins erste Rennen. Letzte Woche war er mit seinem Vater Peter Schubart (41) für fünf Tage im Skilager in Österreich. Technik- und Ausdauertraining standen auf dem Programm. Bis Mittwoch waren die Bedingungen ideal. Am Donnerstag setzte ein Schneesturm ein, dazu gab es bis zu 50 Zentimeter Neuschnee.

Sportlicher Höhepunkt ist für den 13-Jährigen im Januar 2011 die erstmalige Teilnahme am Deutschen Schülercup im Skilanglauf. Am 22. und 23. Januar ist das südthüringische Zella-Mehlis Doppel-Austragungsort für die ersten zwei Wertungsrennen.

Willi Hippler aus Tautenhain ist auch dabei. Schafft er es nach den beiden Rennen in der Gesamtwertung unter die besten 25, winkt ihm vom Landesauswahltrainer Udo Recknagel die Startzusage für die Folgerennen in Niederwangen (19. und 20. Februar) und für das Finale in Ruhpolding (18. und 20. März). „Für den Willi geht es nur daran, den Anschluss zu halten zu den vier, fünf Thüringer Athleten, die am Sportgymnasium sind. Die trainieren täglich, das ist schon ein Unterschied zu den Trainingsumfängen, die der Willi bestreiten kann", sagt sein Vater. Der SV Tautenhain ist Mitglied im Skibezirk Ostthüringen.

15.12.2010
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