Eine Pferdestärke mit "vier Gängen"

Uwe Dorno auf seiner Erfolgsstute "Mable to Trust", einem American-Saddlebred-Horse...
Hartmannsdorf: Uwe Dorno | Schon immer gehören Pferde zur Familie Dorno aus Hartmannsdorf. Wenn es die Zeit für die Selbstständigen erlaubt, wird trainiert oder ausgeritten.
Vor einigen Jahren weilten Uwe Dorno, seine Frau Silvia und die Töchter Heidi und Lisa als Zuschauer auf einem Gangpferdeturnier – seit diesem Tag schlägt das Herz insbesondere bei Uwe Dorno für diese Pferde, die neben Schritt, Trab und Galopp auch den Tölt als vierte Gangart beherrschen.

Der Tölt - genetisch veranlagt - ist eine Spezialgangart, die für den Reiter besonders angenehm und schonend für den Rücken ist. Im Gegensatz zu Trab und Galopp hat Tölt keine Schwebephase, sondern ist eine gelaufene Gangart, die langsam und schnell erfolgen kann. Schnell – das heißt in einem Rennen durchaus ein spektakuläres Tempo von 45 bis 50 kmh. Dabei sitzt der Reiter fast erschütterungslos auf einem locker schwingenden Rücken.

Dabei haben es dem Hartmannsdorfer nicht die Islandpferde angetan, die wohl bekannteste Gangpferderasse, sondern die American Saddlebred Horses und die Tennessee Walker.
„Ich war vollkommen begeistert von diesen faszinierenden Tieren, die nicht nur optisch wunderschön und elegant sind, sondern mich mit ihrem ganzen Wesen überzeugten“, erzählt Uwe Dorno.
Übrigens dürften viele schon einmal „Bekanntschaft“ mit einem Saddlebred gemacht haben – auf der Mattscheibe. In den US-Filmen der 60-er Jahre wurden „Fury“, „Flicka“ oder „Black Beauty“ zu tierischen Filmstars dieser Rasse…
Kein Wunder also, das es nicht lange dauerte, bis eine American Saddlebred-Stute namens „Mable to Trust“ auf der familieneigenen Koppel der Dornos stand. Inzwischen sind es zwei Saddler plus ein Tennessee Walker.
Je mehr sich Uwe Dorno mit ihnen beschäftigt, desto mehr schätzt er ihre Lauffreudigkeit, Freundlichkeit, Intelligenz, ihre schnelle Auffassungsgabe und Menschenbezogenheit.

„Ein unglaublich toller Charakter und es ist Reitspaß pur“, schwärmt er. Und bedauert gleichzeitig, dass diese Rassen hier so wenig Beachtung finden. Bei Wettbewerben in den Altbundesländern – in den neuen werden bislang leider keine ausgerichtet - finden sich kaum Starter aus den östlichen Bundesländern. Uwe Dorno würde das gern ändern.
„Am Anfang wurde ich in Milbitz auf dem Reitsportanlage noch als „Exot“ belächelt, als ich mit meiner Stute den Tölt trainierte. Inzwischen habe ich bereits begeisterte Zuschauer.“

Diese sensiblen Pferde sind für jeden geeignet, der sehr ruhig und feinfühlig mit ihnen umgeht, Grobheiten sind tabu. Mühelos stellen sich diese Gangpferde auch auf ein Kind oder einen Anfänger ein.
Nachdem es sich im Freundeskreis herumgesprochen hatte, dass Uwe Dorno ein Saddlebred trainiert, überredeten sie ihn, bei einem Wettkampf mitzumachen.
Seine anfängliche Skepsis als „blutiger Anfänger“ war grundlos, wie sich schnell heraus stellte. Als hätten die beiden noch nie etwas anderes gemacht, absolvierten Uwe Dorno und seine damals gerade vierjährige Stute „Mable to Trust“ die unterschiedlichen Prüfungen mit Bravour und holten sich in Trail und Dressur 1. Plätze und Platzierungen. Das war 2008. Seitdem gehören die beiden zur „deutschen Gangpferdefamilie“ und sind eine eingeschworene Gemeinschaft.
In diesem Jahr bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft auf Gut Ellenbach, wo Pferdesportler aus aller Welt mit insgesamt 150 Tieren am Start waren, holten Uwe und Erfolgsstute Mable Platz 1 beim Trail und konnten sich zudem bei den Töltprüfungen auf Anhieb zweimal platzieren. Glückwunsch!
Wer sich für diese Pferderasse interessiert, ist bei den Dornos gern gesehen. Gern bringen sie Neugierigen diese intelligente Rasse näher. Einfach unter 0173 30 82 491 melden.
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