Handball TSV Eisenberg: Sprung in 3. Liga geschafft

Diese Karten müssen Thomas König und Marian Teichmüller hoffentlich nicht oft zeigen, wenn sie ihre ersten Drittliga-Spiele pfeifen...
Eisenberg: TSV Eisenberg | Eisenberg. Mitten im Österreichurlaub erreichte ihn per Handy eine Nachricht, die ihn jubeln ließ: „Seine“ Jungs haben es geschafft. Sie gehören nun zum Bundesliga-Kader und werden im September ihr erstes Spiel in der 3. Liga der Männer pfeifen. Um ganz ehrlich zu sein, Eisenbergs TSV-Chef Carsten Klich hatte an ihrem Erfolg auch nicht wirklich gezweifelt. Er verfolgt den Weg von Thomas König und Marian Teichmüller seit ihren ersten Schritten im Handball im 8. Lebensjahr.

Kennt ihren Willen und ihren Ehrgeiz. Damals noch als Handballspieler beim TSV Eisenberg – wo es die heute mittlerweile 21-jährigen jungen Männer bis zum Thüringer Vizemeister brachten.
Dann sattelten sie im Alter von 13 Jahren auf Anfrage von Trainer Klich um - und wurden ein Schiedsrichterteam.
Die erfahrenen Schiedsrichter Lutz Pfefferkorn und Carsten Klich nahmen die jungen Talente unter ihre Fittiche. So gut, dass sie der Thüringer Handball-Verband unter Verbandsschiedsrichterwart Axel Niedtner in seine Obhut nahm. Und weiter förderte. 2005 wurden Thomas und Marian in den C-Kader Thüringens aufgenommen und pfiffen erstmals Oberligaspiele der Jugend. 2008 folgte der B-Kader mit ersten Landesliga-Spielen der Männer.

Im MHV (Mitteldeutscher Handball-Verband) stiegen die Herausforderungen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Dabei profitierten sie besonders von ihrem Schiedsrichtercoach Maik Kuss, der sie seit der letzten Saison betreut.

„Dort haben wir erstmals vor wirklich viel Publikum gepfiffen, wie z.B. in Freiberg, wo es unglaublich emotional herging. Wenn wegen einer vermeintlichen Fehlentscheidung plötzlich 600 Zuschauer gegen dich ein Pfeifkonzert anstimmen, das muss man erstmal wegstecken. Gänsehaut pur. Man braucht schon ein ziemlich dickes Fell – an dem arbeiten wir.“

Wie bei den Vereinen gibt es auch eine Rangliste für Schieris. Dort sammelt man Punkte, um weiter nach oben zu steigen. „Bei jedem Spiel stehst du unter permanenter Beobachtung. Jede Bewegung, jede Entscheidung wird geprüft und danach gewertet. Fehler kosten Punkte.“

„Wenn einer von uns versagt, bedeutet es das Aus für beide als Team “.

Jedes Spiel muss vor- und nachbereitet werden, „Hausaufgaben“ also. Und immer wieder Lehrgänge. Sprinttest, Koordinationslauf, Shuttlerun, Regeltest, Videotest… Beim letzten erfolgreich absolvierten ging es um die Entscheidung für den Bundesligakader.

Jetzt freuen sich die jungen Männer auf die neue Saison. „Nun müssen wir Erfahrungen sammeln und uns beweisen. „Klar – wir wollen so weit nach „oben“ kommen wie es uns möglich ist. Dass es nicht einfach wird als Neulingsgespann, ist uns bewusst. Doch wir sind in der letzten Zeit charakterlich gereift.“ Neben dem lern- und zeitintensiven Hobby studieren die beiden; Marian in Jena Lehramt für Mathematik und Geographie und Thomas in Weimar Bauingenieurswesen.
Sie danken Carsten Klich und dem TSV für ihre Förderung im Verein und der TSV-Chef wiederum bei der Stadt Eisenberg um BM Ingo Lippert und den Sponsoren, die den Sport nach Kräften unterstützen. „Ohne deren Hilfe wäre diese Entwicklung nicht möglich“, so Klich.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige