Klasseathlet Marcel Montag begeistert Jury erneut

Duathlet Marcel Montag aus Bad Klosterlausnitz unterwegs auf dem Rad beim Wettkampf. (Foto: Foto: privat)
 
Gutgelaunt... (Foto: Foto: privat)
Eisenberg: TSV Eisenberg | Die Liste seiner Erfolge als „kombinierter“ Leichtathlet und Radsportler, als Duathlet beim TSV Eisenberg (Abt. Triathlon), verlängert sich seit Jahren und ergänzt die seiner Läuferkarriere beim SV Hermsdorf, zu der ihn die Hermsdorfer Sportlehrer, Leichtathletiktrainer und passionierten Läufer Gudrun und Michael Brucha 1999 anregten. Die Thüringer Meister und Vizemeistertitel bringt Marcel Montag (43) nicht mehr zusammen.

Doch einen Höhepunkt kann er sofort benennen: Die Deutschen Senioren - Hallenmeisterschaften 2006 in Erfurt. Über die 3000m lief er in 8:56,18 Minuten durchs Ziel. nur zehn Sekunden nach dem Deutschen Meister. Ein Jahr später animierte ihn der Eisenberger „Mr. Bike“ Daniel Resch, sich mal beim Duathlon in Jena zu versuchen. Als Zweiter gewann er nicht gleich, aber Geschmack an dieser Disziplin. Dann ging es Schlag auf Schlag: 2008 in Backnang Deutscher Meister über die kurze Distanz (10 Km Lauf – 40 Km Rad – 5 Km Lauf), in Falkenstein über die lange (16Km / 68 Km / 8 Km), bei den Weltmeisterschaften in Rimini fast Dritter. „Zwanzig Meter vor mir rannte ein Australier, wenn ich gewusst hätte, dass das der Dritte war, hätte ich vielleicht … ? Das dachte ich jedenfalls zwei Stunden nach dem Wettkampf. Da waren aber die Beine schon wieder locker und dann denkt man sowas“, erinnert sich Marcel.

Im darauf folgenden Jahr verteidigte er seinen DM-Titel in Backnang und bei der WM in Budapest reichte es nicht nur zum Dritten, sondern zum Vizeweltmeister. Jeweils in seiner Altersklasse und über „seine“ Kurzdistanz. Auch 2010 und 2011 rangierte er bei Deutschen Meisterschaften über beide Distanzen wie auch bei den Europa- und Welttitelkämpfen in Horst an de Maas, Limerick und Edinborough unter den ersten Drei. Nur bei der WM in Gijon bremsten ihn Magen-Darm-Probleme aus. „Nur“ Siebenter.

Ganz nebenbei läuft er bei allen bedeutenden Laufwettbewerben in Thüringen und in der Region erste bis vordere Plätze nach Hause. Und ganz nebenbei arbeitet der gelernte Elektromonteur auch noch - als reiner Amateur Vollzeit bei den Eisenberger Stadtwerken, offenbar genauso zuverlässig, diszipliniert und zielstrebig wie als Sportler. Das sichert ihm deren wohlwollende Unterstützung, mit Fahrzeugen und bei der Freizeitplanung.
Die Stadt greift ihm im Rahmen ihrer Möglichkeiten ebenfalls unter die Arme, auch der Jenaer „Laufladen“ und eben „Mr. Bike“, durch günstige Angebote bei der Ausrüstung. Das dämpft den eigenen Kostenaufwand für seinen geliebten Sport. Rennrad, Zeitfahrmaschine „in Carbon“ und Mountainbike kosten. Auch Laufschuhe und Trikots. Von den Reisekosten gar nicht zu reden.

Dann gibt es da ja noch die Familie, Frau Antje und Tochter Sarah, die verständnisvoll tolerieren, dass sie in der Wettkampfsaison mal ein wenig kürzer kommen. Die seine Erfolge anerkennen, mitfiebern und sie manchmal auch miterleben. Wohl eine wichtige Voraussetzung dafür.

Nun gewann er kürzlich zum vierten Male die Wahl zum „Sportler des Jahres“ im SHK, dazu zeichnete ihn der Thüringer Triathlonverband für seine sportlichen Leistungen bei nationalen und internationalen Wettkämpfen aus. Einen lockeren Typen und Klasseathleten, der aus Freude, fürs Wohlbefinden und Selbstwertgefühl Sport treibt, auch ein bisschen andere missioniert, das auf ihre Weise ebenfalls zu tun, und der auch anderswo für das Saale-Holzland wirbt. Mit dem Triathlon liebäugelte er auch. Aber der erforderliche Zeitaufwand für das Training übersteigt das Limit, das er sich setzt. Duathlon ist aber schließlich kein Triathlon für Nichtschwimmer. Laufen und dann Radfahren, das geht noch so, aber dann nochmal Laufen – mein lieber Mann. Wer es mal probiert, spürt es.
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