Team "Karacho" aus Geisenhain beteiligte sich am 24-Stunden-Rennen auf dem österreichischen Nordring in Fuglau

Dieter Meyer (2.v.l.) und sein Team starten im österreichischen Fuglau beim 24-Stunden-Rennen. Hierbei geht es um gleichmäßiges Fahren und um das Durchhalten.
Geisenhain / Fuglau (Österreich). Am Freitag (21.6) startete das Team „Karacho“ beim 24-Stunden-Rennen im österreichischen Fuglau.

Bestehend aus acht Fahrern und sechs Begleitpersonen hat sich unlängst ein Rennbegeistertes Team aus Stadtroda und Umgebung zusammen gefunden.

Dieter Meyer und Michael Glauche machten dieses Rennen ausfindig und waren sofort Feuer und Flamme dafür. „Es geht dort darum, in 24 Stunden einen Rundkurs von etwas über einen Kilometer (1,1km) zu absolvieren. Dabei sollte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von nahezu exakt 50 km/h erreicht und die zurückgelegte Distanz von 1200 km ebenso eingehalten werden. Das ist auf dieser, teils unglaublich schlechten Piste, gar nicht so einfach“ berichtet der erfahrene KFZ-Mechaniker mit Rennerfahrung.
Zumal nur 40% Asphalt ist, der Rest der Strecke ist Schotter.

Dieter Meyer schaute sich den ersten Durchgang am 24./25.Mai in dem etwa 800 Kilometer entfernten Fuglau an, schraubte daraufhin seine Erwartungen zurück.

Ursprünglich rechnete er mit einer Platzierung unter den ersten zehn Teams. Doch dort geht es mit – eigentlich ausgedienten – Fahrzeugen darum, das Ziel mit den entsprechenden Vorgaben zu erreichen.
Jedoch ist dies kein Crash-Car-Rennen, auch wenn es teilweise kuriose Autos sind. „Wir wollten mit einem Trabi dort starten, damit hatten sich aber Ungarn bereits angemeldet. Jetzt haben wir einen Daihatsu Move renntauglich gemacht“.

Renntauglich heißt in diesem Fall, lediglich Gewicht reduziert, die Luftansaugung umgelegt und Überrollbügel eingebaut. Die Leistung des Fahrzeuges muss dem Serienfahrzeug entsprechen. Inzwischen sind die letzten Folien aufgebracht, so dass das Fahrzeug deutlich cooler aussieht. Zahlreiche Ersatzteile sind verladen, die Mechaniker entsprechend instruiert.

„Für einige unserer Fahrer wird das Rennen eine echte Herausforderung. Besonders bei Nacht ist dieser kurze Rundkurs nicht zu unterschätzen, stupide Runde für Runde drehen, mit 47 weiteren Fahrzeugen. Das wird auf der gesamten Strecke ein dauerndes Gedränge“ so Dieter Meyer.

Das Team, bestehend aus den unterschiedlichsten Fahrer-Typen – von jung und hitzig bis deutlich älter, ruhiger und routinierter – ist eines von zwei Teams aus Deutschland.

Die weiteren Starter kommen aus Österreich, Ungarn, Polen, der Tschechei oder der Slowakei. „Kuriose Autos, wie ein ausrangiertes Polizeiauto aus Italien, oder die originalen Käfer sind immer echte Hingucker“ weiß Dieter Meyer.

Die erste Teilnahme am 24-Stunden-Rennen auf dem Nordring von Fuglau (Östtereich) endete für das Team „Karacho“ aus Geisenhain mit einem Totalschaden.

Dabei fing das Gleichmäßigkeitsrennen recht gut an. Am Freitag stand das Rennauto – ein Daihatsu Move – um 14.30 Uhr ordentlich eingereiht in der Startaufstellung.

Nach der Fahrerbesprechung und der Fahrzeugabnahme begann das Rennen im Le-Mans-Stil: Es wird herunter gezählt, die Fahrer rennen zu ihren Autos. Anschnallen und Los. Das Team Karacho fährt zunächst defensiv – schließlich wird das Rennen nicht in der ersten Runde entschieden.

Es ist eng auf der Strecke. Mehr als vierzig Autos tummeln sich auf dem Rundkurs von etwas mehr als einem Kilometer. Staub schränkt die Sicht ein, so dass das Fahren immer schwieriger wird.
Während nach dem ersten Fahrerwechsel um 17. 00 Uhr beim Team Karacho noch immer alles rund läuft, schrauben, hämmern und schleifen die ersten Rennteilnehmer bereits an ihren Fahrzeugen. Weiterhin wird der Move kontinuierlich gefahren, während der Wasserwagen die Strecke befeuchtet, was das Rennen noch interessanter macht. Noch fährt das Auto ohne Schwächen! 18.15 Uhr.

Schrecksekunde: ein Mazda rammt den Daihatsu – doch nichts ist passiert. Das Auto fährt weiter.

Um 20.00 Uhr haben alle Fahrer bereits ihre erste halbe Stunde Fahrzeit absolviert, das Auto wird durchgecheckt. Rundenzeiten zwischen 1.02 und 1.10 Minuten notierte die Rennleitung bis dato. 20.30 Uhr geht „Karacho“ wieder auf die Piste.

Nur zehn Minuten später passiert der entscheidende Crash. Nach einem Überholmanöver wird der Move von einem anderen Fahrzeug hinten rechts derart touchiert, dass sich das Auto zunächst dreht und als Folge abhebt. Beim Überschlag kommt der Fahrer mit einem Kratzer davon – doch das Auto ist Schrott. Hier gibt es nichts mehr zu reparieren.

Nach 231 Runden ist Schluss. Was das gesamte Team sehr bedauerte, da bis dato keine Probleme mit dem Fahrzeug auftraten. „Das hätte ein richtig gutes Resultat werden können, wenn es so weiter gegangen wäre“ meint Michael Glauche und kündigt sofort einen erneuten Start im nächsten Jahr an. Sieger wurde übrigens ein Suzuki Baleno im Gleichmäßigkeitsfahren, während ein Mazda 323 einen Distanz von 1323 Kilometer zurück legte. Runden im Team Karacho legten Dieter Meyer, Jörg Richter, Wolfgang Gilke, Michael Glauche, Rico Marschler, Mario Schreiter, Manuel Böde und Chris Pawelski zurück. Die endgültige Platzierung wurde mit Rang 34 angegeben. Insgesamt waren 42 Autos am Start
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