Wintersport aus dem Sommerschlaf erwacht-in Tautenhainer

Wann? 26.12.2011 15:30 Uhr

Wo? Sportverein Tautenhain, Am Sportplatz 1, 07639 Tautenhain DE
Erstmals auf den neuen Skiern- Winter Dez. 2010
 
Einsatz von Sportlern, Eltern beim Skaterbahnbau, Einbringen des Frostschutzes
Tautenhain: Sportverein Tautenhain | Wintersport aus dem Sommerschlaf erwacht-in Tautenhain

Wintersport im Holzland? Ist das nicht etwas abwegig? Der Sportverein Tautenhain meint nein. Viele erinnern sich noch und schwärmen sehr von den früheren Zeiten. Die Winter damals vor 30 Jahren waren noch ganz anders, da gab es noch Schnee, nicht selten mehr als gut war. Ja, da war Wintersport etwas ganz Normales. Und viele Höhepunkte gab es. Einige Male durften die Holzländer, die Tautenhainer die Kinderwinterspartakiaden im Bezirk Gera ausrichten. Das waren Großereignisse, bei denen fast alle Tautenhainer auf den Beinen waren, mithalfen und organisierten. Hunderte von Teilnehmern und Besucher mussten untergebracht werden und fanden auch Quartier.
Schnee gab es damals noch genug, auch über längere Zeit.
Nicht nur die Loipen waren Austragungsort. Es gab auch Abfahrtsläufe und sogar Skispringen. Die Tautenhainer hatten 1958 eine Schanze im Seifartsdorfer Grund gebaut, durch eine spätere Veränderung wurde der kritisch Punkt von 33 auf 41 Meter verlängert, der Schanzenrekord auf 32 Meter „hochgeschraubt“. Zu einem der Sprungwettbewerbe konnte Harry Glass begrüßt werden, den meisten dürfte er noch als Skispringerass der DDR bekannt sein.
Ende der 70er Jahre waren die Bedingungen zu regulären Spartakiaden nicht mehr gegeben, Wettkämpfe gab es je nach Schneeverhältnissen sporadisch, auch die Holzlandpokale mit Mehrkampfleistungen, dem Skirollern als zentralem Bestandteil , sind nunmehr seit etlichen Jahren passe`.
Viele regionale und auch Republik weite Wettbewerbe wurden zu DDR- Zeiten, auch sehr erfolgreich bestritten. Aber auch andere Sportarten, der Gerechtigkeit halber sei das genannt, hatten sehr aktive und erfolgreiche Sportler, so der Handball , Fußball und Volleyball. Beim Rückblick erscheint es einem so, als wäre das sportliche Leben vielfältiger, mehr Mittelpunkt des dörflichen Lebens gewesen.
Aber es blieb ein Pflänzchen des Wintersportes zurück. Mehr eine familiäre Aktion , das Training von Willi Hippler mit Vater und auch Mutter mit beachtlichen Leistungen auf Landesebene, ehemalige und jetzt noch aktive Sportler. Eine schmale Basis. Dazu die 1998 begonnene jährliche Winterfreizeit in Tschechien. Interessentenkönne sich dafür bewerben(Kontakt Angela Schönfuß, tel. 036691/61612).
Der Anstoß zur Bemühung für eine größeren Breitenwirkung allgemein im Kindersport, speziell im Wintersport waren die Recherchen zur sportlichen Betätigung der Kinder, zur Regelmäßigkeit der Aktivitäten, zur Zielrichtung. Glückliche Umstände gaben uns die Möglichkeit, bei den Kleinsten, im Kindergarten wieder einzusteigen. So wurde 2010 die Kindergartensportgruppe mit Unterstützung der Kindergärtnerinnen in Tautenhain und mit Abschluss einer Vereinbarung gegründet. Noch rechtzeitig zum Wintereintritt rüstete der Verein die meisten Kindermit Skiern aus. Erstaunlich , mit wie viel Begeisterung und Spaß die Kinder einschließlich Eltern, auch Großeltern dabei waren. Ein Volltreffer!
Mit dem Vorhaben der Sportplatzgestaltung kam die Idee einer Inlineskaterbahn wieder auf, sowohl für das Sommertraining der Wintersportler, aber auch für die „nur“ für das Inlineskating Interessierten. Rücklagen für die weitere Gestaltung des Kindersportes waren gezielt gebildet worden, so dass wir von der Idee zur Realisierung übergingen.
Mit einem Großeinsatz von Sportlern, Eltern und Großeltern der Kinder am 13.5. und 14.5.2011 konnten wesentliche Arbeiten über die Bühne gehen und schließlich die Bahn schon zu unserem Sportfest am 28.5.2011 zusammen mit dem Landrat Andreas Heller eingeweiht werden.
Viele Spender und die Zuwendung vom Schulverwaltungs- und Kulturamt des Kreises so wie der Gemeinde Tautenhain mit unseren Rücklagen sowie dem großzügigem Entgegenkommen der ausführenden Firma Gimper, Tautenhain mit der Ermöglichung von Eigenleistungen ermöglichten das Projekt- eine Asphaltbahn von 125 Meter Länge und 2 Meter Breite. Auch bei ihr haben wir ins Schwarze getroffen, sie wird häufig, nicht nur zum regelmäßigem Training genutzt. Für das neue Schuljahr ist der Aufbau einer Trainingsgruppe an der Schule Weißenborn geplant.
Mit den Aktivitäten der Ehrenamtlichen, der Unterstützung der Eltern gibt es berechtigte Aussicht auf eine nachhaltige Entwicklung, das Interesse dafür ist vorhanden; die klimatischen, winterlichen Bedingungen, die der Radweg in Kursdorf für das Sommertraining der größeren Kinder, die Skihalle in Oberhof vielleicht auch ´mal zum Training im Sommer sind gute Gründe, das anzunehmen.

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