20. Traktorentreffen-Jubiläum in Rabis trotz Regen und Schlamm ein großer Erfolg

Ein Hingucker: Ein gut restaurierter Lanz Bulldog.
 
Aus ehemaligen Kriegsmaterial entstand dieser Traktor, den Andreas Saller aus Bodelwitz ausstellte.
Schlöben: Sportplatz | Traktorfahrer sind eben doch harte Kerle!

Trotz andauernden Nieselregens machten sich am Sonntag insgesamt 185 Trakoristen und Oldtimerfreunde auf nach Rabis, um auch beim 20. Traktorentreffen auf der Wöllmisse dabei zu sein.
Und das, obwohl bei vielen Landmaschinen Dach und Frontscheibe bauartbedingt fehlten. Dies tat dem Unternehmen keinen Abbruch!

So manch einer hatte sichtlich Spaß, auf der Wiese durch zig Trekkerspuren hindurch – nunmehr im Schlamm – zu seinem zugewiesenem Platz zu fahren.

Bereits ab 10.00 Uhr standen die Landmaschinen, von Eigenbau bis Werksmaschine, von Baujahr 1936 bis 2014, dicht an dicht sowie in Reih und Glied. Alle mit einem Schild für diverse Informationen rund um das Fahrzeug versehen. „Das ganze hat vor zwanzig Jahren mit gerade einmal 32 Traktoren, fast alle aus Rabis und Zöttnitz angefangen. Es waren Andreas Prüger, Frank Hildebrandt, Hans-Jürgen Müller, Siegmar Schlegel, Siegfried Geisenheiner sowie Wilfried Krüger, die diese Aktion ins Leben riefen, um für das Dorf etwas zu tun“ berichtet Wilfried Krüger. „Wir wussten nicht, was im Laufe der Zeit auf uns zukommt. Damals hatten wir fast ausschließlich Maschinen der Marke Eigenbau, heute sind nur noch wenige Eigenbau-Fahrzeuge dabei. Doch gerade das macht den Reiz aus.

Viele haben in liebevoller Kleinarbeit ihren Traktor restauriert, wollen ihn zeigen – oder einfach mal mit anderen Trakorfans in Kontakt kommen“ so Krüger. „Im Vorfeld der Jubiläumsschau fand vor wenigen Tagen zunächst vereinsintern (Feuerwehrverein Kulmberg Rabis Zöttnitz e.V.) eine Abendveranstaltung mit Rückblick auf 20 Jahre Traktorenschau statt. Hier hat sich Klaus Biedermann viel Mühe gemacht, auch eine Ausstellung auf den Weg gebracht, so dass in den Wintermonaten das ganze nochmals für die Öffentlichkeit wiederholt werden soll“ berichtet Krüger.

Selbst einige alte Motorräder, ein Postbus aus Bürgel oder der Oldtimerclub Jena fanden den Weg nach Rabis. Wem es, angesichts des Wetters zu feucht wurde, der konnte sich im Festzelt von den Accordeon-Effekts oder dem Tröbnitzer Musikanten unterhalten lassen oder am Nachmittag der Rettungshundestaffel Bad Berka bei einer Vorführung zusehen.

Nicht wenige der stolzen Trekkerfans trafen sich nach bereits einer Woche wieder, waren sie doch noch vergangenen Sonntag in Rattelsdorf anzutreffen.

Auch in Rabis schaute der Veranstalter genau hin, suchte den Traktor mit der weitesten Anreise per Achse (eigene Anreise). Dies war Wilmar Funke aus Dittersdorf/Berga mit 60 Kilometern.

Andreas Saller aus Bodelwitz (bei Pößneck) konnte gestern gemeinsam mit den Rabisern feiern. Er kam nunmehr schon zum 20.mal nach Rabis, berichtete stolz alle Details über seinen Schlepper. Dass dieser im Jahr 1947 von der Triptiser Firma Titelbach aus diversen Wehrmachtsteilen erbaut wurde, 1950 die Straßenzulassung erhielt und bis 1965 in der Harrasmühle seinen Dienst verrichtete. Die nachfolgenden 30 Jahre Dornröschenschlaf schadeten ihm nicht, Saller restaurierte ihn liebevoll. Selbst die alten Winker sind noch voll funktionstüchtig.

Ebenso stolz zeigte sich Lothar Stolz aus Kleinjena (Burgenlandkreis), der nach 45 Kilometer Anreise mit seinem Hagedorn-Westfalia den wohl einzigen Traktor der Schau mit Seilzuglenkung und Öllampenbeleuchtung präsentierte.
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3 Kommentare
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Renate Jung aus Erfurt | 25.09.2014 | 13:19  
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Hannelore Grünler aus Artern | 26.09.2014 | 10:20  
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Dieter Pemsel aus Weimar | 26.09.2014 | 11:20  
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