Brockenhexe ist der Star der 21.Traktorenschau in Rabis

Mühelos kurbelte Lothar Stolz (li, auf dem PKW-Anhänger) seine Brockenhexe an, um sie vom Anhänger fahren zu können und in die Traktorenschau ein zu reihen.
 
Schön in Reih' und Glied aufgstellt präsentierten sich die weit über 150 Traktoren am Sonntag zum 21.Traktorentreffen in Rabis.
Schlöben: Sportplatz | Wenngleich jeder ausgestellte Traktor, jede Maschine und jedes Fahrzeug etwas einzigartiges der 21.Rabiser Traktorenschau am Sonntag darstellte, vermerkten die Organisatoren doch die Brockenhexe von Lothar Stolz als etwas ganz besonderes.
Dieser Traktor aus dem Jahr 1950 wurde in Nordhausen produziert, womit der Name Brockenhexe erklärt wird. Aus Kleinjena brachte Taktorenfreund Lothar Stolz sein Schmuckstück per Anhänger nach Rabis. Mit 18 km/h Höchstgeschwindigkeit des Traktors war ihm dann die mehr als 50 Kilometer weite Anreise doch etwas zu langwierig. Womit ihm der Titel der weitesten Anreise per Achse verwehrt bliebt.

Bis um 12.45 Uhr zählten die Organisatoren des Feuerwehrverein Kulmberg e.V. Rabis/Zöttnitz bereits 152 Traktoren - und der Zustrom riss noch immer nicht ab. "Derzeit ist die weiteste Anreise eines Traktors mit 60 Kilometer aus Zeulenroda/Triebes zu vermerken, doch noch ist kein Meldeschluss. Daher möchte ich keine Fehlinformation geben, nur den derzeitigen Stand mitteilen" gibt Wilfried Krüger am Telefon noch schnell durch.

Bis zu diesem Zeitpunkt stahl auch ein BMW DIXI aus dem Jahr 1930 den Traktoren die Schau als ältestes Fahrzeug auf der Ausstellungsfläche. Wenige Meter weiter sorgte Familie Seifried aus Albersdorf mit ihren Lanz Bulldog aus dem Jahr 1936 sowie direkt daneben Dieter und Paul Hopisch (gleichfalls mit Lanz Bulldog, Bj. 1942) für den typischen Sound einer Traktorenschau. Sie liesen ihre Traktoren tuckern, auch mal einige dunkle Rußwolken aufsteigen. Damit bildeten sie natürlich einen Anziehungspunkt für die Besucher.

An anderer Stelle fachsimpelten die Besucher über diverse Eigenbauten oder liebevoll restaurierte Werksmaschinen. So kam Andreas Saller aus Bodelwitz mit einem wieder aufgebauten Motor, ein Lizenzbau für MAN, der lange Zeit in einer Triptiser Fachschule als Anschauungsmodell tuckerte, irgend wann defekt war und verschrottet werden sollte. Im Jahr 1970, als der Motor gebaut wurde, war er das mordernste, was es gab, mit Turbolader und Direkteinspritzung, wurde nur für das Militär verwendet. "Ein Jahr Arbeit habe ich da rein gesteckt, um ihn wieder zum Laufen zu bringen. Doch jetzt tuckert er wieder, würde ihn auch die Fachschule gern wieder haben" berichtet er stolz.

"Dank der guten Zusammenarbeit mit der Agrargenossenschaft Wöllmisse, vieler treuer Händler, die Jahr für Jahr unser Traktorentreffen aufwerten und natürlich dank unserer fleissigen Vereinsmitglieder können wir auf nunmehr 21 Jahre erfolgreiches und sehenswertes Traktorentreffen zurückblicken" berichtet Wilfried Krüger bereits am Vormittag.
Noch muss zu diesem Zeitpunkt viel arrangiert und organisiert werden. So zog der Thüringenforst mit seiner Ausstellung zur Holzbestimmung und diversen Tierarten drei mal um oder schafften Vereinsmitglieder noch Sitzgelegenheiten ins Festzelt.

Dort musizierte das Akkordeonorchester unter der Leitung von Elke Helbig (endlich mal ein Heimspiel!), fanden die Besucher ein Plätzchen zum Verweilen und Auswerten der gesammelten Eindrücke. Indes bekamen die Ordner und Parkplatzeinweiser wenige vom Geschehen mit, sorgten aber für eine reibungslose Zu- und Abfahrt der Besucher und Ausstellungsteilnehmer.
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