Feuerwehr von Pillingsdorf-Burkersdorf feierte am Wochenende ihr 155-jähriges Jubiläum

Dank der Triptiser Feuerwehr gelangen auch aus größerer Höhe einige Fotos vom Nachtlöschangriff sowie den dazu nötigen Vorbereitungen.
 
Den Auftakt zu den Festlichkeiten 155 Jahre Pillingsdorf machten die Schalmeien aus Saara. Immer wieder überbrückte das Ensemble die Pausen mit seiner schwungvollen Musik.
Pillingsdorf: Festplatz | Pillingsdorf. Insgesamt dreizehn Feuerwehren der Umgebung feierten gemeinsam mit der Pillingsdorfer Feuerwehr deren 155-jährigen Jubiläum und traten hierzu bei dem Nachtlöschangriff an. Zwei Durchläufe galt es zu absolvieren, um Chancengleichheit zu erhalten. Das THW unterstützte den Wettkampf mittels Ausleuchtetechnik. Bis weit nach Mitternacht kämpften die Teams um Top-Zeiten – den Sieg trug die Freiwillige Feuerwehr aus Tegau nach zwei Läufen mit Bestzeiten davon. „Einen solchen Löschangriff bei Dunkelheit gab es meines Wissens in unserem Wirkungsbereich noch nicht“ erklärte der Triptiser Bürgermeister Berthold Steffen während seines Grußwortes zu Beginn des Festes.
Ebenso stellte er fest: „Auf eine längere Tradition als Triptis blickt die Feuerwehr von Pillingsdorf/Burkersdorf zurück, das ist überaus beachtenswert“ und hoffte auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit der Wehren. Zuvor riss der Wehrführer von Pillingsdorf/Burkersdorf, Raik Semmler, die lange Tradition der Wehr an, berichtete von deren Werdegang. So begannen pflichtbewusste Bürger aus den beiden Orten vor 155 Jahren, ihr Hab und Gut zu schützen. 1868 schafften sie sogar zwei nagelneue Handdruckspritzen an, wobei die Pillingsdorfer im Jahr 1970 einer Schrottsammlung zum Opfer fiel. Mehrere größere Einsätze führte Semmler auf. Vom Wohnhausbrand 52/53 über einen Mühlenbrand 1962 oder einen zu bekämpfenden Wald- und Flächenbrand 2001 bis zum Autobrand im Februar 2012 mussten die Kameraden schwierige Aufgaben meistern. Abschließend wünschte er sich, „dass die Wehr lange Bestand hat, und die Kameraden weiterhin so kameradschaftlich miteinander umgehen – denn nur gemeinsam sind wir stark und können somit jeden Brand bekämpfen“. Was er verschwieg, ist die Tatsache, dass die Wehr Ende 2010 kurz vor der Auflösung stand. „Erst nachdem Raik Semmler im März 2011 als neuer Wehrführer das Zepter in die Hand nahm, gab es einen spürbaren Aufschwung. Mehrere Neueintritte konnten seither verzeichnet werden“ erzählt Ortsteilbürgermeister Dietmar Haase voller stolz auf „seinen“ Wehrführer. Am Rande berichtete Triptis’ Stadtbrandmeister, Manfred Staps, dass es inzwischen gelang, 12 der 19 Kameraden mit ordnungsgemäßer Bekleidung aus zu statten. Während des offiziellen Teils nutzte Raik Semmler die Gelegenheit, um gemeinsam mit Bürgermeister Berthold Steffen und Stadtbrandmeister Manfred Staps, verdiente Einsatzkräfte, ehemals aktiven Wehrmitglieder für ihr Engagement zu danken sowie drei Kameraden für langjährige Mitgliedschaft in der FFW zu ehren.

„Dieser Nachtlöschangriff kam richtig gut an, die Zuschauer waren begeistert, so dass wir sicher auch im nächsten Jahr wieder einen derartigen Wettkampf veranstalten“ blickt Wehrführer Raik Semmler auf den erfolgreichen Freitag Abend zurück. Von 22.15 bis 2.30 Uhr kämpften die Wehren übrigens um Bestzeiten.

Die bronzene Brandschutzmedaille am Bande, für 10 Jahre Mitgliedschaft in der FFW erhielt Raik Semmler, das silberne Brandschutzehrenzeichen am Bande erhielt Steffen Läßker (für 25 Jahre aktives Wirken in der FFW) sowie Rainer Planer das goldene Brandschutzehrenzeichen am Bande (für seine 40 Jahre währende aktive Tätigkeit in der FFW). Eine Auszeichnung als verdiente Einsatzkraft erhielten: Dietmar Haase, Bernd Heinig und Wiegand Pippin. Aus der Alters- und Ehrenabteilung wurden Elke Rasehorn, Gudrun Scheibe, Olaf Michel, Gerhard Rösch und Diethard Wawrik geehrt.

Ganz am Rande, doch keineswegs unbeachtet, erhielt Triptis’ Stadtrat Peter Orasz anlässlich seines 56.Geburtstages ein kleines Ständchen von den Saaraer Schallmeien während der Feierlichkeiten 155 Jahre Freiwillige Feuerwehr Pillingsdorf/Burkersdorf am Freitag Abend auf dem Festplatz in Pillingsdorf.

Ergebnisse des Nachtlöschangriffes:
Frauen
1.Platz: FFW Kleindembach-Langenorla (52,02 Sekunden)
Männer
1. FFW Tegau (32,01); 2. FFW Dreitzsch (34,5); 3. FFW Kleindembach-Langenorla (36,2); + ebenfalls 3. FFW Rosendorf (36,2); 5. FFW Neustadt-Kospoda (40,6); 6. FFW Triptis (46,6), 7. FFW Lederhose (46,9); 8. FFW Pillingsdorf-Burkersdorf (49,7), 9. Wittchenstein (51,4), 10. FFW Lausnitz (57,3); 11. FFW Mittelpöllnitz (59,1); 12. FFW Schwarzbach (77,0).
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