Hunde der jungen Rasse der Eurasier sollen Thüringen erobern

Aufmerksam beobachten diese beiden Eurasier die Geschehnisse um sie herum. Eine Schau und Bewertung der Spezielrassehunde fand am Sonntag in Laasdorf statt.
 
Dieser junge Eurasier erwartet ganz gespannt die nachfolgenden Aktivitäten. Am Sonntag fand in Laasdorf eine Schau der Eurasier sowie eine Bewertung statt.
Laasdorf: Halle der LTR | Laasdorf. Die noch sehr kleine Kynologische Zuchtgemeinschaft der Eurasier (KZG) führte am Sonntag erstmals in Laasdorf eine Schau für diese junge Rasse durch.
Der Züchter Dr. Heiko Scholz vermittelte dem Verein diese ideale Ausstellungshalle. „Mit dem ersten Thüringer Wurf überhaupt, der in diesem Jahr zu verzeichnen war, hoffen wir natürlich, dass sich die Eurasier auch in Thüringen weiter durchsetzen“ verweist der Vorsitzende der Landesgruppe Thüringen, Hans-Joachim Schubart, auf die noch kleine Zuchtgemeinschaft im Freistaat.

Erst etwa 35 Züchter sind derzeit in Thüringen registriert. Dennoch ist dies die nunmehr bereits vierte Schau in Thüringen. Die Zuchthochburgen liegen derzeit in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. „Die Eurasier sind richtige Familienhunde, die nicht im Zwinger gehalten werden.

Erst im Jahr 1960 entstand diese Rasse durch die Kreuzung von Wolfsspitz und Chow-Chow. Julius Wipfel aus Weinheim gilt als Rassegründer. Die Hunde zeichnen sich dadurch aus, dass sie so ruhig und stolz wie die Kanadier aber gleichzeitig so pflegeleicht und robust wie ein Wolfsspitz sind. Eben ein unkomplizierter Familienhund“ beschreibt Schubart die Hauptmerkmale dieser Rasse. „Mit der Einkreuzung eines weißen Samojeden im Jahr 1972 entstand der heute verbreitete Eurasier. Der Name Eurasier entstammt übrigens der Herkunftsländer der Ursprungsrassen – also Europa und Asien“.

Da die Zuchtgemeinschaft der Eurasier viel Wert auf die richtige Haltung der Hunde legen, werden zukünftige Hundehalter auf Herz und Nieren geprüft. „Aus diesem Grund gibt es immer mehr Interessenten als Hunde in dieser Rasse“ so Schubart. Trotz ihrer Größe von bis zu 60 Zentimeter gab es bislang keinerlei Zwischenfälle mit den Eurasiern, was den guten Charakter des Hundes eindeutig belegt, weiß der Schubart über die Eurasier zu berichten.


„Zu dieser Schau kamen auch der erste Vorsitzende der KZG, Walter Vorbeck und die Hauptzuchtleiterin Karin Vorbeck aus dem fränkischen Glattbach nach Laasdorf“ freut sich Ausstellungsleiter Frank Pardemann, der eigens aus Potsdam anreiste. Pardemann war es auch, der die Moderation der Zuchtbewertung vor nahm.

Zu dieser Spezialrassehundeausstellung waren 30 Tiere in diversen Klassen zur Bewertung angemeldet. Von der Jugendklasse, über die Zwischenklasse (15 bis 24 Monate), die offene Klasse bis hin zur Veteranenklasse stellten Züchter aus dem gesamten Bundesgebiet ihre Tiere dem Zuchtrichter Hans Rühe vor, der jedes Tier genau unter die Lupe nahm. Dabei standen, je nach Anzahl der gemeldeten Hunde mal ein, manchmal auch mehrere Tiere im Ring.

Da sind schon einige Hunde dabei, die eine Super-Bewertung erhalten dürften, schätzt Frank Pardemann zu Beginn der Schau ein.

Dafür, dass möglichst kein Eurasier in ein Tierheim muss, oder schon nach wenigen Tagen wieder heraus ist, setzt sich die Hilfsorganisation Eurasier in Not ein. „Auf diese Organisation sind wir sehr stolz“ resümiert Hans-Jürgen Schubart.
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