Mit dem Tier auf du und du. Besucher des Tiergartens Eisenberg zeigen sich begeistert vom einzigartigen Konzept

  Eisenberg: Tiergarten | Nur zweieinhalb Hektar. Das ist für einen Zoo nicht sonderlich viel. Aber auf dieser kleinen Fläche verbringen Besucher durchaus die doppelte Zeit, als in wesentlich größeren Zoos. Im Tiergarten Eisenberg schaffen es manche Besucher nicht mal über das erste Gehege hinaus. Haben Sie schon mal diese putzigen Kerlchen gesehen? Erdmännchen zuzuschauen ist ein Traum! Da vergisst man schon mal die Zeit. Die Futtertüte in der Hand erinnert ans Weitergehen. Futtertüte? Ja. Gegen einen kleinen Obolus gibt es am Eingang zweierlei Futter. Der Tiergarten Eisenberg ist kein kleiner Zoo, den man einfach durchläuft. „Mit dem Tier auf du und du“ ist das große Motto. Und es wird einzigartig seit mittlerweile zehn Jahren umgesetzt.

Die Umgestaltung wurde konsequent angegangen. Tiere, die für den vorhandenen Platz zu groß sind, wurden ausgesiedelt. Das betraf unter anderem Schwarz-, Rot-, Reh- und Muffelwild und die Bären. Dafür kamen Emus, Kängurus, viele afrikanische Kleinsäuger wie die Große Wüstenspringmaus oder Neumanns Grasratte. Mit dem 2007 angelegten Gehege der Erdmännchen wurde ein wahrer Besuchermagnet geschaffen. „Und sie sind zur Freude der Gäste zu jeder Tageszeit aktiv“, fügt Tiergartenleiter Mathias Wiesenhütter an. Der Tiergarten lässt sich nach der Umgestaltung in vier große Bereiche aufteilen: Afrikanische Tiere, australische, einheimische Waldbewohner und die kleinsten Haustiere der Welt im „Bauernhof der Zwerge“. Entsprechend ihrer Herkunft wurden die Tiere auch im Park geordnet. So können die Besucher in die verschiedenen Themenwelten eintauchen.

„Und wo es verantwortbar ist, lassen wir die Besucher auch an die Tiere heran“, erklärt Wiesenhütter. „Wir möchten, dass die Besucher Kontakt mit den Tieren haben.“ Das sei nicht nur einmalig in der ostdeutschen Zoolandschaft, sondern funktioniere auch sehr gut. Der Grundstein hierfür wurde bereits 1993 mit dem Streichelgehege der Westafrikanischen Zwergziegen gelegt. Es folgte der Bauernhof der Zwerge mit Minischafen, Kaninchen, Minischweinen, Miniponys, Zwergziegen, Zwergrinder und Zwergesel. Danach folgte die Errichtung des begehbaren Kängurugeheges. „Die Bennettkängurus sind sehr verträglich, bleiben aber dennoch lieber auf Distanz“, fügt der Chef an. Und er wird nicht fertig mit aufzählen: Begehbare Hasenstadt, das Damwildgehege, die Meerschweinlage Saumannshausen. Und der größte und jüngste Clou, vor knapp einem Jahr eingeweiht, ist die begehbare Australienanlage mit Sittich & Co.

Die Besucher zeigen sich begeistert. Einfach zu stemmen ist dieses Angebot freilich nicht. Bis Ende 2004 war der Tiergarten städtisch und ist dann in die Vereinsträgerschaft zum Verein ländliche Kerne e.V. gewechselt. Auch wenn der Chef für die vier Tierpfleger, weitere Praktikanten und die Tiere nur ein jährliches Gesamtbudget von 250.000 Euro hat, so spricht er dennoch von einem Schritt nach vorn.

Öffnungszeiten

März - Oktober
09.00 - 18.00 Uhr

November - Februar
08.00 - 17.00 Uhr

24.12 / 31.12
08.00 - 12.00 Uhr

Einlasschluss ist jeweils eine Stunde vor Schließung.
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9 Kommentare
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 26.06.2012 | 21:39  
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Lydia Schubert aus Nordhausen | 26.06.2012 | 21:54  
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Gunter Linke aus Saalfeld | 26.06.2012 | 22:53  
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Hannelore Grünler aus Artern | 28.06.2012 | 03:04  
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 05.07.2012 | 23:08  
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