Vom Ei zum Huhn

Grundschüler ganz sanft.
 
Küken waren die Stars der Ausstellung.
Hermsdorf: Rathaus | Rassegeflügelzüchter aus Stadtroda und Umgebung werben um Nachwuchs für ihr Hobby

Für die Mädchen und Jungen aus der Grundschule "In der Waldsiedlung" gab es mindestens so viel zu "gackern", wie für die Hühner. Schließlichgab es auch viel zu sehen, zu staunen und zu fragen bei der Rassegeflügelschau der Züchter aus Stadtroda und Hermsdorf im Rathaussaal der Holzlandstadt. Und einige von ihnen hatten ganz besonderes Glück: Im Brutapparat konnten sie tatsächlich zusehen, wie ein Küken aus seinem Ei schlüpfte. Eine kleine Sensation - wenn man so etwas noch nie zuvor beobachten konnte.

Überhaupt waren die kuscheligen Küken - frisch geschlüpft bis gerade mal einen Tag alt - die Stars der Ausstellung. Aber auch die anderen gefiederten Freunde fanden ihre Fans - die Seidenhühner beispielsweise oder die ganz großen, glänzenden Hähne. Die hübschen Täubchen ebenso wie die farbenfrohen Zwerge… In einem wissenswerten Vortrag erfuhren die Schüler vor dem Rundgang durch die Ausstellung viel übers liebe Federvieh. Vom Ei bis zum Huhn sozusagen.

"Viele Stadtkinder kennen gar keine lebenden Hühner und Hähne mehr. Nur noch Eier und fertige Produkte aus dem Supermarkt oder "Grillhühnchen". Freilaufende Hühner, die man übern Gartenzaun beobachten kann, findet man ja selbst auf dem Dorfe immer seltener. Daher ist es uns ein Anliegen, Kindern und Jugendlichen die Tiere, ihre Art und Lebensweise näher zu bringen - und damit gleichzeitig das Interesse an der Zucht zu wecken. Denn unsere Vereine sind mittlerweile überaltert und benötigen dringend Nachwuchs, damit nicht nur das schöne Hobby, sondern damit auch die Vielfalt der Rassen in Zukunft gesichert bleibt", so Matthias Brüstel, Vorsitzender des Rassegeflügelzuchtvereins Stadtroda.

Er und seine Mitstreiter freuten sich sehr über das Interesse der Grundschule. Bedauerlicherweise war es die einzige Schule in Hermsdorf, die dieses Angebot für ihren Lehrplan nutzte. Schade. Die "In der Waldsiedlung" jedenfalls freute sich über die gute Gelegenheit, denn demnächst stehen im Heimatkundeunterricht der 3. Klasse die Haus- und Nutztiere im Mittelpunkt. Und derzeit werden die menschlichen Sinne beleuchtet - das passte ebenfalls gut, denn anfassen und streicheln war natürlich erlaubt. Wie fühlt sich ein Küken an, wie eine Feder, ein Ei… Wie kräht der Hahn, piept das Küken, wie viele unterschiedliche Farben und Größen bei Hühnern und Tauben gibt es, wie riecht es im "Hühnerstall" - das und vieles mehr war zu erfahren. Mit allen Sinnen eben.

"Vielleicht gelingt es uns mit dieser Art von Öffentlichkeitsarbeit mit Schulen und Kindergärten einige Kinder für das Hobby zu begeistern. Schon öfter haben sich Interessenten gemeldet, leider wurde daraus keine langfristige Sache. Gründe seien räumliche und finanzielle Probleme. Das heißt, die Jugendlichen haben oft nicht das nötige Startkapital, um gute Zuchttiere zu erwerben und entsprechende Stalleinrichtungen zu schaffen. Unser Verein kam deshalb zu dem Entschluss, interessierten Jugendlichen den Start in die Rassegeflügelzucht zu erleichtern.
Wir stellen aus unseren Beständen kostenlos Zuchttiere oder Küken zur Verfügung und stehen mit Rat und Tat zur Seite, wenn es um Stallbau und Einrichtung geht. Ebenfalls werden tierhygienische Maßnahmen durch den Verein überwacht. Damit wird ein Großteil der Ausgaben, gerade bei der Schaffung der züchterischen Grundlagen durch die Mitglieder getragen. Wir stellen dem Jungzüchter einen erfahrenen Zuchtfreund als Paten zur Seite."



Der Aufruf geht an Kinder und Jugendliche, die sich für die Rassegeflügelzucht begeistern und langfristig dieses Hobby ausüben möchten. Interessiert? Einfach melden: info@rassegefluegel.org
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