Weißbacher Taubenzüchter Gernod Lorber erzielt Europachampiontitel und erhält gleichzeitig die Auszeichnung für das schönste Tier der Schau

Mühelos findet der Weißbacher Taubenzüchter aus seinen Tauben das preisgekrönte Tier heraus. Diese Taube wurde mit dem Titel Europachampion und als schönstes Tier der Schau - von immerhin über 2500 Tieren - ausgezeichnet.
Weißbach: Dorfstraße 2 | Weißbach. „Als die Preisvergabe erfolgte, musste ich mich erst mal hinsetzen, diese Überraschung verdauen“ berichtet Gernod Lober. Bei der Europa-Geflügelschau in Reichertshofen stellte er seine Strassertauben des Farbenschlages rotfahl-dunkelgehämmert aus.

Dieser Farbenschlag ist erst seit wenigen Jahren zur Bewertung zugelassen, erläutert der stolze Züchter. Eines seiner Tiere wurde mit dem Titel „Europachampion“ ausgezeichnet. Doch damit nicht genug.
Eine weitere Jury suchte aus den über 2500 ausgestellten Tauben das schönste Tier aus – es war ausgerechnet der Europachampion! „So etwas ist eigentlich wie ein Sechser im Lotto“ meint er rückblickend. Lotto gespielt hat er an diesem Tag dennoch nicht mehr.


Doch dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr. Täglich gehen rund zwei Stunden für das Füttern und die Pflege der Zuchttiere drauf, unmittelbar vor den Ausstellungen wird natürlich noch deutlich mehr Zeit aufgewendet. Die Tauben müssen langfristig auf eine Schau vorbereitet werden, da auch jede Ausstellung viel Streß für jedes einzelne Tier bedeutet. Aus diesem Grund beteiligt sich der Weißbacher Taubenzüchter auch nur an zwei Ausstellungen im Jahr.
Es handelt sich hierbei auch längst nicht mehr um herkömmliche Tauben – obwohl Gernod Lorber auch noch einige „normale“ Tauben im Schlag hat. „Inzwischen sind die Tauben so herausgezüchtet, dass sie eigentlich kaum noch fliegen können – zumindest nicht mehr so, wie es von Tauben erwartet wird. Der Kopf zum Beispiel ist deutlich größer, der Rumpf kürzer“. Für seine eigenen Zuchterfolge macht Lorber unter anderem auch das Futter verantwortlich. „Die Tauben bekommen viele Dinge aus meinem Garten, die ich auch esse, wie Zwiebel oder rote Beete. Das macht sicher sehr viel aus“.

Auch ein sehr gutes Auge für die Tauben ist notwendig. So achtet Lorber, der seine Tauben mühelos auseinander halten kann (ein Unding für Laien) darauf, dass die Zeichnung des Federkleides der Zuchttiere den Kriterien der Zuchtrichter entspricht. Aber auch die Zahl der Federn spielt eine große Rolle: so müssen an den Schwingen je 10 bestimmte Federn sein, der Schwanz soll 12 Federn haben. Bereits die Jungtiere, die diesen Kriterien nicht entsprechen, werden nicht weiter für die Zucht verwendet.
„Die Zucht ist sehr aufwendig, Urlaub ist dabei gar nicht drin. Wenn ich zu einer Ausstellung fahre, muss meine Frau zu Hause bleiben, sich um die restlichen Tauben kümmern. Das ist eine Sache, die man nicht einfach mal dem Nachbarn anvertrauen kann“ meint der erfolgreiche Züchter.

Etwa 14, 15 Paar Tauben hält Gernod Lorber permanent im Zuchtbetrieb, verweißt aber für Taubeninteressierte auch an den Rassegeflügelzuchtverein Stadtroda, der unlängst erst seine turnusmäßige Jahreshauptversammlung abhielt und die Zuchterfolge seiner Mitglieder deutlich hervorhob.
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