Projekttage der freien Reformschule "Franz von Assisi" Ilmenau bei Ilmkristall

  Die Woche vor den Herbstferien nutzen die Schüler und Pädagogen der freien Reformschule „Franz von Assisi“ traditionell als Projektwoche. In dieser Zeit beschäftigen sie sich mit alltäglichen Problemen und Wissenswertem aus Kultur, Kunst und Wissenschaft. Die Kinder und Jugendlichen dürfen sich altersübergreifenden Projektgruppen anschließen, deren Themen den eigenen Interessen am Nächsten kommen. So wird vorhandenes Wissen vertieft, im ungezwungenen Miteinander Erfahrungen ausgetauscht und neue Blickwinkel eröffnet. Im Ergebnis entstehen Broschüren und PowerPoint - Präsentationen, die zukünftig als Unterrichtshilfen genutzt werden können. Oder kleine Kunstwerke zur Verschönerung des Schulgebäudes.
Zwei dieser Projektgruppen beschäftigten sich dieses Jahr mit Mineralien und nutzten die Möglichkeit, in meinem „Ilmkristall“- Lädchen , die erworbenen Kenntnisse realitätsnah zu vertiefen.
Als das Vorhaben von den Pädagogen an mich herangetragen wurde, war ich sehr skeptisch. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie ich dieser Gruppe von 9 bis 14 Jährigen Mineralien erklären soll. Und zwar so, dass es der Jüngste versteht, es dem Ältesten aber nicht langweilig wird. Schließlich baut man hier auf völlig unterschiedliches Grundwissen. Also erwartete ich die erste Gruppe mit recht gemischten Gefühlen. Nicht wissend, in welche Richtung die Fragen gehen würden und wie der Stand der Vorkenntnisse ist. Die Stunde der Wahrheit kam und eine Truppe von 12 wohlerzogenen jungen Menschen in Begleitung zweier attraktiver Lehrerinnen belebte meine heiligen Hallen. Nach einem ersten Geschäftsrundgang bezogen sie Stellung im eigens für diesen Tag hergerichteten hinteren Teil des Ladens und es entwickelte sich ein lebhaftes Gespräch. Geprägt vom Wissensdurst der jungen Menschen und einer nicht erwarteten Fachkompetenz. Hier war im Verlaufe des Projektes wirklich gründlich gearbeitet worden. Dank meines mittlerweile umfangreichen Bestandes an Rohmineralien konnten jetzt die theoretischen Erkenntnisse auch physisch untermauert werden. Und es gingen munter Steinchen in die Runde. Wir redeten über die Entstehung der Mineralien, ihre Fundorte, die Wirkung auf den menschlichen Organismus und vieles Andere mehr. Nach gut 1,5 Stunden verließen die jungen Menschen inklusive Lehrerinnen mein Lädchen mit leuchtenden Augen und mit je einem Trommelstein ihrer Wahl ( als kleines Andenken an diesen Tag ) in den Händen. Ich sah dem Treffen mit der nächsten Gruppe wesentlich ruhiger entgegen. Diese Veranstaltung gestaltete sich ähnlich. Ich war begeistert, mit welcher Zielstrebigkeit hier gearbeitet wird. Also besuchte ich die web-Seite der Schule und fand die Darstellung einer Bildungseinrichtung deren Grundsätze identisch mit meiner Vorstellung von der sinnvollen Erziehung junger Menschen ist. Für interessierte Leser hier der Link: www.assisi-schule.de
Diese beiden Tage erfüllen mich mit Hoffnung. Es scheint doch noch nicht alles verloren zu sein, in unserem Bildungssystem.

Liebe Grüße aus dem Steinelädchen
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