Seniorenakademie der TU Ilmenau: Strahlen gegen Krebs: Physik und Technik der Strahlentherapie

Wann? 05.12.2014 15:00 Uhr

Wo? Curiebau, Curiehörsaal, Weimarer Straße 25, 98693 Ilmenau DE
Ilmenau: Curiebau, Curiehörsaal | Bereits kurz nach der Entdeckung einer neuen Art von Strahlung durch W. C. Röntgen 1895 haben Ärzte versucht, diese nicht nur zur Bildgebung, sondern auch therapeutisch zu nutzen. Mit der Erkenntnis, dass übertragene Strahlenenergie Zellen tötet, keimte die Hoffnung, dass dies auch zur Vernichtung von Krebszellen nutzbar sein könnte. Das erfordert, eine hohe, therapeutisch notwendige Dosis im Zielgebiet zu applizieren und dabei gleichzeitig die benachbarte gesunde Umgebung weitestgehend zu schonen. Diese doppelte und gleichwichtige Zielstellung jeder Strahlentherapie führte zur Entwicklung beeindruckender, leistungsfähiger Bestrahlungsmaschinen für die Erzeugung unterschiedlicher Strahlenarten und energien, zur Optimierung der räumlichen und zeitlichen Dosisverteilung im Patienten und zur Bereitstellung einer leistungsfähigen Messtechnik. Die heute nutzbaren Möglichkeiten in der Strahlentherapie sind das Ergebnis jahrzehntelanger Entwicklungen, ausgehend von ersten, recht groben und ungenauen Methoden. Für die physikalisch-technische Bestrahlungsplanung und für die klinische Dosimetrie werden hochspezialisierte Physiker und Techniker eingesetzt. Der Autor bildet seit 1984 an der TU Ilmenau Studenten u.a. für genau dieses Einsatzgebiet in der Strahlentherapie aus.

Referent: apl. Prof. Dr. Andreas Keller lehrt und forscht am Institut für Biomedizinische Technik der TU Ilmenau.
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