Seniorenakademie: Lesung „Der Himmel ist ein Taschenspieler“

Wann? 25.09.2015 15:00 Uhr

Wo? TU Ilmenau, Curiebau, Curie-Hörsaal, Weimarer Str. 25, Ilmenau DE
Ilmenau: TU Ilmenau, Curiebau, Curie-Hörsaal, Weimarer Str. 25 | Ein Roman führt in das Afghanistan der Gegenwart:
Ein Flüchtling kehrt in seine Heimat zurück – nach über zwanzig Jahren. Martin Mahboob Malik, der als Kind 1979 mit seiner Mutter aus Kabul nach Deutschland floh, erhält einen Brief von seinem tot geglaubten Vater, der ihn bittet, zu ihm zu kommen. Der junge Mathematiker, der nichts lieber sein möchte als ein “richtiger Deutscher”, sieht sich nicht nur mit einer zerstörten Stadt und einem zerrütteten Vater konfrontiert: Je länger er in Afghanistan bleibt, desto schwieriger wird es für ihn zu klären, wer er ist, wohin er gehört. Die Kulturen prallen in ihm selbst aufeinander. Zugleich sucht er Aufklärung über die verschwundenen Mitglieder seiner Familie, seine Schwester Aziza, Tante Farida. Tanja Langer schrieb den packenden Roman zusammen mit dem Deutsch-Afghanen David Majed, der ein ähnliches Schicksal erlebt hat. Zusammen führen sie in ein vielschichtiges, auch schönes und überraschendes Afghanistan.

Referentin: Tanja Langer, Berlin

Tanja Langer wurde 1962 in Wiesbaden geboren, seit 1986 lebt sie in Berlin. Sie studierte in München, Paris und Berlin Vergleichende Literaturwissenschaften, Kunstgeschichte, Philosophie und Politikwissenschaft. Während des Studiums absolvierte sie eine Grundausbildung zur Fotografin und veröffentlichte in taz und zitty. Sie zeigte 1990 an der Studiobühne der FU Berlin mit „Othello“ ihre erste Inszenierung und arbeitete danach als freie Regisseurin für zeitgenössische Dramen an verschiedenen Berliner Theatern. Ihr Stück „Hagazussa“ am „Weiten Theater“ in Berlin-Hellersdorf wurde 1993 vom Deutschen Kinder- und Jugendtheatertreffen als eines der zehn besten deutschsprachigen Stücke ausgezeichnet. Nach der Geburt ihrer drei Töchter verlegte sie sich ganz aufs Schreiben. 1999 produzierte der Rundfunk ihr erstes Hörspiel „Fluchtpunkte“ über die Flucht ihrer Mutter aus Oberschlesien. Sie veröffentlichte Romane und Erzählungen, schrieb für den Rundfunk (sfb /rbb), den Tagesspiegel, die WELT und die Financial Times Deutschland. Sie erhielt Stipendien und 2003 wurde sie Mitglied des PEN. 2011 war sie mit dem Kleist-Projekt ihres mobilen Musik- und Erzähltheaters „Madame Ôrélie“ unterwegs.
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