Wie ist das Leben als Raumausstatterin, Frau Tresselt-John?

Jana Tresselt-John ist sehr kreativ und liebt ihre Arbeit an der Nähmaschine. Sie hat sogar eine eigene Flächenvorhangkollektion de­signt.
„Ich liebe es, die verschiedenen Stoffe durch meine Finger gleiten zu lassen und daraus Neues zu schaffen“, sagt Jana Tresselt-John. Sorgfältig schiebt sie eine neue Stoffbahn unter der ratternden Nadel der Nähmaschine hindurch. Jeder Stich und jede Naht sitzen dabei perfekt. „Täglich bearbeite ich viele Meter Stoff, nähe Gardinen und Übergardinen mit Zugband, Ösen oder Schlaufen oder fertige Raffrollos an. Immer genau nach Maß. Wichtig ist, die Kunden im Vorfeld gut zu beraten. Bei einer Auswahl von mehr als 3 000 Mustern in unserem Geschäft ist es keine leichte Aufgabe. Und bei Gardinen muss ich den Faltenfall immer im Hinterkopf haben, denn Muster und Falte müssen eine Einheit bilden. Jedes Material verhält sich dabei anders.“

Das ist für die junge Frau kein Problem – als gelernte Raumausstatterin kennt sie sich damit bestens aus. Doch nicht nur der Umgang mit der Nähmaschine ist ihr gut vertraut. Jana Tresselt-John hantiert auch sicher mit der Bohrmaschine, bohrt beim Kunden Löcher für Gardinenstangen oder Plissees und hängt alles fertig auf. „Es macht mir Spaß, mit meiner Arbeit Räume neu zu gestalten und neuen Schwung einziehen zu lassen. Dafür benötige ich ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen. Denn oft ist es mit der Gardine nicht getan. Ich berate auch zu Tapeten und Fußbodenbelägen, Sonnen- oder Insektenschutz, damit Formen und Farben im Raum gut miteinander harmonieren, je nach gewünschtem Einrichtungsstil.“

Im Kundengespräch ist es wichtig, schnell Materialmengen wie Tapetenrollen oder Stoffverbrauch berechnen zu können. Deswegen sollten Flächen- und Umfangsberechnungen im Kopf sicher beherrscht werden, rät Jana Tresselt-John. „Denn nach diesen Berechnungen wird bestellt. Abfall sollte es kaum geben.“

Auf Messen, wie der Heimtextil in Frankfurt/Main, informiert sich Jana Tresselt-John über neue Trends, holt sich Anregungen. „Momentan ist der Längsstreifen aktuell, von zart dezent bis stärker ausgeprägt.“ Damit beim Raumkonzept alles passt, näht die junge Frau auch Tischdecken oder Kissenbezüge.

Die Ausbildung als Raumausstatter ist sehr vielseitig. Auch beim Tapezieren oder Polstern kann die junge Frau geschickt mit Hand anlegen.

Hintergrund:
Wo?

Die praktische Ausbildung erfolgt in Raumausstatter-Handwerksbetrieben oder großen Möbelhäusern. Theoretsiche Ausbildung in Thüringen: Staatliche Berufsbildende Schule Leinefelde-Worbis.

Was?
Räume gestalten, Tapezieren von Wand- und Deckenflächen Herstellen von Polsterungen, Herstellen und Montieren von Fenster- und Raumdekorationen,
Montieren von  Licht-, Sicht- und Sonnenschutzanlagen, Bespannen von Wand- und Deckenflächen

Vorraussetzungen?
kreativ, teamfähig,
kommunikationsfreudig

Wie lange?
Die Ausbildung dauert drei Jahre.

VITA Jana Tresselt-John
• 1988 bis 1990 Ausbildung als Raumausstatter
• 2000 Meisterabschluss im Raumausstatter-Handwerk
• von Beginn an im Familienbetrieb Tresselt in Gehren tätig, Geschäftsübernahme im Jahr 2004
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